Barbara Rebmann
Für das Bewahren des kulturhistorischen Gedächtnisses von Muttenz wendet die Arbeitsgruppe Museen sehr viel Herzblut, Freizeit, Fahrkilometer und wie seit vielen Jahren um die 600 registrierte Arbeitsstunden auf. So kann rund um die Muttenzer Museumssammlungen einiges laufen. Ein Glück, konnte letztes Jahr unser fachkundiger Assistent Beat Zimmermann die meisten Datenbankarbeiten übernehmen. Das heisst im Detail, 232 neu eingegangene Objekte inventarisieren, 36 historische Fotos scannen und im Fotomodul dokumentieren, dazu 20 Neuzugänge im Kunst- und Karl-Jauslin-Modul erfassen. Die Arbeitsgruppe selber hat dieses Jahr nur 60 Textilien erfasst. Das Thema historische Kleider gehört nicht direkt zur Kernkompetenz unseres Assistenten. Dafür haben wir aber Hintergrunddaten zu Objekten und für künftige Ausstellungsthemen recherchiert, gemeinsam mit dem Förderverein Objekte
entrostet und imprägniert, daheim Textilien gewaschen, Depoteinrichtungen ein- oder umgebaut und neu ausgestattet sowie Museums- und Depoträume gereinigt und inzwischen unbrauchbare Ausstellungsstellagen entsorgt. Auch konnten einige historische Baupläne von Muttenzer Gebäuden in das Archiv der Abteilung Hochbau weitergegeben werden.
Neben der Inventarisierung hat Beat auch das Modul für die Verknüpfung von Ausleihen systematisch vervollständigt. Die jetzt mögliche Auswertung ergab, dass in den letzten 20 Jahren an die 1000 kulturhistorische Objekte aus unseren Depots in eigenen wechselnden Ausstellungen zu sehen waren und 17 Objekte sogar schweizweit in 10 grosse Museen gereist sind.
Die zweite systematisch überarbeitete Verknüpfung in der Datenbank zeigte uns weiter, dass wir im gleichen Zeitraum mindestens 179 Vorlagen aus unserer historischen Fotosammlung für 60 verschiedene Publikationen zur Verfügung gestellt haben. Um die Verknüpfung zwischen fertiger Publikation und unserer historischen Druckvorlage vornehmen zu können, mussten
erst die 60 Belegexemplare im Bibliotheksmodul erfasst werden.
Auch Karl-Jauslin-Motive waren mehrfach gewünscht. Bei ihm sind langjährige Favoriten der Auszug der Helvetier im Jahr 53 vor Christus und das Erdbeben zu Basel anno 1356. Im letzten Jahr reservierte das historische Museum Bern eine Skizze für die Sonderausstellung 550 Jahre Schlacht von Murten im Jahr 1476, und aus Nancy in Frankreich ging eine Anfrage ein zu Jauslin-Darstellungen des Burgunderkönigs Karl der Kühne, welcher ebenfalls im neuen Jahr gefeiert wird.
Über die Fehlersuche in der Inventardatenbank wurde bereits berichtet. Da fand die Schreibende im Sommer noch rund 500 Datensätze aus den Sammlungsanfängen der 1970er-Jahre, bei denen das Objekt nur rudimentär in Worten beschrieben war. Im Depot Donnerbaum konnten wir einige der Fehlbestände lokalisieren und beispielsweise die Objektfoto, Masse oder die Verschlagwortung ergänzen. Aber wir mussten auch ein paar Objekte als definitiv verschollen oder ausgeschieden deklarieren. Somit reduzierten sich die Fehler bis zu Beats Projektende um 180 Nummern, auf die im November-Bericht erwähnten 2,8%. Wenn wir bei wärmeren Temperaturen noch im Depot Geispel und im Bauernhaus auf Objektsuche gehen, wird die Fehlerquote weiter schrumpfen.
Nun kann es also von Neuem losgehen.
| Die Arbeitsgruppe Museen plant für 2027 eine Jubiläumsausstellung zur hölzernen Radrennbahn in Muttenz. Wir suchen nach Fotos, Filmen und vor allem Objekten, die damit in Zusammenhang stehen. Bitte melden Sie sich unter |

