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Barbara Rebmann

Anfang Jahr wurden den Museen Muttenz wieder einmal Objekte vor die Museumstüre gestellt. Ein ganzer Wäschekorb mit alten Hobeln, Handbohrer und kleinen Kuhglocken stand vor der alten Eingangstüre ins Ortsmuseum, oben an der langen Aussentreppe. Vom Schulhausabwart wurde die «Wöschzeine» samt Papiersack erst einmal ins Haus geholt, um die historischen Objekte vor Wetter und eventuellem Vandalismus zu bewahren. Nirgends war eine Herkunftsangabe zu finden und der Inhalt muss nun eigentlich entsorgt werden. Die Museen Muttenz sind als Mitglied des schweizerischen Museumsverbandes und des Baselbieter Museumsverbundes den Ethikrichtlinien des internationalen Museumsrates ICOM unterstellt. Diese besagen, dass die Herkunft der Sammlungsobjekte belegt sein muss. Eine Art Übergabequittung mit den Daten der Donator/innen muss also bestätigen, dass die Objekte aus freien Stücken den Museen geschenkt worden sind und nicht etwa aus einem dubiosen Antiquitätenhandel stammen oder unter anderen unlauteren Umständen in die Sammlung gekommen sind. Zwar besitzen die Museen Muttenz keine Exoten wie ägyptische Mumien oder Schrumpfköpfe indigener Völker aus Südamerika, aber trotzdem gelten die internationalen Ethikrichtlinien auch für einheimische Werkzeuge, Küchengeräte und historische Textilien.

Genau gleiche Deponien passieren auch immer wieder beim Bauernhausmuseum. Plötzlich stehen alte, wurmstichige Holzleitern, Hobel und hölzerne Schraubzwingen oder anderes Gerät dort. Zumeist scheint es, dass die Donatorinnen oder Donatoren die Sachen einfach loswerden wollen und anstelle einer Entsorgungsstation einfach das Museum ansteuern, wo es ja noch mehr so «alten Plunder» hat. Die Museen Muttenz möchten deshalb noch einmal mit Nachdruck festhalten: Objekte ohne Herkunftsnachweis nützen uns nichts und müssen auf unsere Kosten entsorgt werden.

Bitte, werte Donatoren und Donatorinnen, geben Sie uns jeweils Ihre Adresse an, so können wir auch nachfragen, wenn es speziell interessante Objekte dabei hat, wie beispielsweise im deponierten Papiersack. Er enthält eine ganze Sammlung von Lochkarten, Webschiffchen und weiterem Posamenterzubehör. Hier wäre eigentlich sehr interessant zu wissen, woher diese Objekte stammen, denn in Muttenz ist die Posamenterei (Seidenbandweberei) im Dorfkern nur in ganz wenigen Häusern wirklich nachgewiesen. Ohne Angaben können die Objekte leider nicht einmal als Ersatzteile in ein anderes spezialisiertes Museum weitergegeben werden.
 

Das Ortsmuseum ist am «Füürsunntig», 26. Februar von 14-17 Uhr geöffnet. Gezeigt werden die Sonderausstellung zum Erdrutsch am Wartenberg 1952 und die Kindertheater aus dem Adventsfenster. Neu steht auch das Modell des ältesten Muttenzer Gebäudes, Burggasse 8, im Ortsmuseum.

Deponierte Gegenstände die von unbekannten Personen vor die Museen gestellt wurden.