Wie das Areal der Trabrennbahn Schänzli ab 2013 genutzt wird, ist noch offen. Der Kanton Basel-Landschaft als Besitzer der Landparzelle Schänzli hat dem Reiterclub den Mietvertrag auf Ende 2012 gekündigt. Das Ziel des Kantons BL ist, dort möglichst viele Nutzungen für möglichst viele Gruppen zuzulassen. Im vom Landrat noch nicht genehmigten kantonalen Richtplan ist das Areal aber so ausgeschieden, dass dort auch eine bauliche Nutzung möglich ist.

 Ein Beispiel für die Zukunftsplanung: Das Schänzli
 links: renaturierte Birs
 rechts: Erholungsgebiet mit vielfältiger Freizeitnutzung

Die Gemeinde Muttenz will jedoch eine Überbauung verhindern und die ehemaligen Auen im Gebiet der heutigen Reitsportanlage sowie das Waldgebiet «In den Weiden» (Vogelschutz) zur Hälfte als extensives Erholungsgebiet und zur Hälfte als Birsaue herrichten (Landschaftsentwicklungskonzept 2005). Die Revitalisierung der Birs soll Lebensräume für den Biber (Projekt «Hallo Biber») und andere Auenbewohner schaffen. Über die restlichen Flächen, welche der Bevölkerung für Freizeittätigkeiten
zur Verfügung stehen sollen, läuft zurzeit eine breit angelegte Planung, deren Ergebnisse im Moment (2008) noch nicht vorliegen. Ziel ist unter anderen eine bessere Vernetzung des Schänzli mit dem Siedlungsgebiet der Gemeinde Muttenz.

Die Arbeiten zum Bau eines Hafens begannen 1937, wurden durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges jedoch beeinträchtigt. 1941 legte ein erstes Schiff mit 250 t Kohle in Birsfelden an. Die Hafenbahn wurde im Jahr 1940 gegründet und verbindet die Häfen Birsfelden und Au mit dem Rangierbahnhof Basel.

Von 1944 – 46 war infolge kriegerischer Zerstörung des Kraftwerks Kembs jegliche Schifffahrt eingestellt. Mit dem 1954 in Betrieb gegangenen Kraftwerk
und dem damit verbundenen geregelten Wasserstand konnte der Hafen Birsfelden kontinuierlich ausgebaut werden.

2006 wurden die Rheinschifffahrtsdirektion Basel und die Rheinhäfen des Kantons Basel-Landschaft zu einer einzigen Organisation zusammengelegt.
Im Jahr 2008 erfolgte der Neubau von Lagerhallen und einer Schiffsanlegestelle der Firma Ultra-Brag, da der Rheinhafen St. Johann wegen dem Bau des Campus Novartis verlegt wird.

Hauptanteil am Güterumschlag haben flüssige Treib- und Brennstoffe (68.3 %, 2005). Benzin und Heizöl werden in grossen Tankanlagen gelagert, u. a. Avia (78 Tanks mit einem Fassungsvermögen von 280 000 m3). Es folgen Getreide, Stahl und Metalle (10.5 %) sowie Stückgut (11.6 %).

Das Familienunternehmen der Firma Vitra wurde 1950 in Weil am Rhein gegründet. Dort steht auch das Vitra Design Museum, das allgemein bekannte und bewunderte Gebäude des Stararchitekten Frank O. Gehry aus dem Jahr 1989.

Ebenfalls von Frank O. Gehry stammt das 1994 gestaltete Muttenzer Vitra Center, die zentrale Verwaltung des Büro- und Sitzmöbelherstellers.

Das Center steht inmitten des Wohn- und Gewerbegebietes Freuler auf Muttenzer Boden – in einem Quartier, das durch den Autobahnbau in den 1960er Jahren mehr oder weniger vom übrigen Gemeindebann abgeschnitten worden ist.

Der zweiteilige Bau besteht aus einem dreigeschossigen Betonbau (Büroblock) mit nach Süden bodenlang verglasten Fenstern und einer «Villa» für Konferenzen, Empfang und Cafeteria. Büroblock und Villa sind miteinander über Brücken verbunden.(Rolf Otto,1969).

1836 fand C. C. F. Glenck beim Roten Haus auf Muttenzer Bann in einer Bohrtiefe von 107 m Salz.

Die Firma Saline Schweizerhalle entstand in der Folge auf Pratteler Boden (Hall = keltisch: Salz). 1918 wurde das Rothausgut an die Firma J.R. Geigy verkauft. J.R. Geigy (1937) und Sandoz (1946) bauten dort ihre chemischen Fabriken. Am Anfang der Entwicklung der Chemischen Industrie stand die Farbindustrie. In der Folge veränderte sich die Produktion und Forschung zu Pharmazeutika, Pflanzenschutz- und Düngemitteln und schliesslich zu
Life-Sciences.

Ciba und Geigy fusionierten 1970 zu Ciba-Geigy. Die nachfolgende Mammutfusion von Ciba-Geigy und Sandoz zu Novartis (1996) führte zu Ausgliederungen bzw. Neugründungen von Chemiefirmen wie Syngenta, Ciba, Clariant und Sandoz (Generika-Herstellung unter Verwendung des alten Namens).

Traurige Berühmtheit erlangte Schweizerhalle im Jahre 1986, als am 1. November ein Grossbrand beim Chemiekonzern Sandoz entstand. Die Bevölkerung wurde frühmorgens mit einem Sirenenalarm geweckt. Personen erlitten keine Schäden. Jedoch verseuchte Löschwasser den Rhein und löste ein grosses Fischsterben aus.

Die Rundhalle wurde 1965 als Reparatur- und Maschinenhalle für grosse Baumaschinen von der Baufirma Züblin für den Eigengebrauch gebaut.
Die Werkstatthalle mit einem stützungsfreien Durchmesser von 50 m und einer 5 cm dicken Beton-Dachhaut gilt als architektonische Meisterleistung (Ingenieur Eduard Züblin).
Im Zentrum des Daches liegt ein Betonring von 7,43 m Durchmesser, der an radial angeordneten Drahtseilen am Dachring aufgehängt ist. Der Dachring selbst ist ein an 32 Stützen der Aussenhaut befestigter Betonring. Vor dem Einbetonieren wurden die Kabel vorgespannt. Am inneren Ring war ursprünglich eine Kranbahn aufgehängt, die
um 360°gedreht werden konnte.

Im Innern des Gebäudes waren eingeschossige Werk- und Lagerräume entlang der Aussenwand eingebaut, deren Decke als Galerie genutzt wurde. Beim Skelettbau aus Sichtbeton sind im Erdgeschoss die Stützenfelder ausbetoniert und mit Fenstern ergänzt. Oberhalb davon wechseln sich Glasfenster mit vorfabrizierten Betonplatten ab.

Im Sommer 2008 wird die Rundhalle als «Forum für Oldtimer» eröffnet. Auf einer 250 m langen spiralförmigen Rampe werden Oldtimer ausgestellt.