von Barbara Rebmann

Beim Oktoberarbeitstag im Depot Donnerbaum war wieder einmal Muskelkraft gefragt. Auf Wunsch von Depotchef Joggi Zumbrunn wurden dort die vor rund 25 Jahren platzierten und grösstenteils noch mit unsortierten Konvoluten beladenen Holzregale optimiert. Dazu wurde zusätzlich ein freistehendes Regalelement aus dem Büroraum hergeschoben und zwei Regale in der Mitte des Raumes samt Inhalt umplatziert. Den dort eingelagerten 47 inventarisierten Kleingewerbe- und Haushaltwaagen hatte noch keine definitive Standortbezeichnung zugeordnet werden können, denn die in der Reihe vorher stehenden Regale waren alle noch nicht aufgearbeitet und die Nummerierung resp. der Abstand der Tablare somit noch unklar. Nach unserem Depotkonzept soll nämlich die Nummerierung im Raum im Uhrzeigersinn und die der Regale in mitteleuropäischer Leserichtung von links nach rechts und von oben nach unten erfolgen.

Also galt es zuerst die beiden 3 m hohen Regalelemente gleich neben der Eingangstüre zu leeren und ihren Inhalt zwischenzulagern. Anschliessend wurden die obenauf stehenden 1 m hohen Elemente mit dem Stapler heruntergehoben. Die bereits mit Spezialaufhängungen für die zu hängenden Waagen versehenen oberen Elemente in der Raummitte wurden dann ebenfalls heruntergehoben und neu auf den ersten beiden Regalelementen der ersten Reihe platziert. Dann konnten Tablare im richtigen Abstand zur Grösse der definitiv einzulagernden Waagen eingefügt werden. Schnell waren die ersten beiden Regale wieder bestückt und endlich konnte die definitive Nummerierung mit der eins beginnen. Die restlichen freistehenden 2 und 1 m hohen Regalelemente konnten anschliessend ebenfalls geleert und relativ schnell umgestellt werden. Einmal mehr waren wir froh vor vielen Jahren einen Handstapler angeschafft zu haben, denn nur mit Muskelkraft allein hätten diese massiven Holzregale nicht von zwei Personen bewegt und erst recht nicht in die Höhe gehoben werden können. Nach rund vier arbeitsintensiven Stunden waren alle Regale in drei parallelen Reihen neu platziert und die zwischengelagerten, noch nicht inventarisierten Objekte am Ende der Regalreihen wieder eingefüllt.

Nicht Kraft dafür viel Ausdauer war am Arbeitstag vor dem Bauernhausmuseum gefragt, der bei herrlich warmem Wetter stattfand. Neben dem traditionellen „Moschte“ und „Yymache von Suurchrutt und Suurrüebe“ rührte Joggi Zumbrunn seine legendären „Rahmdääfeli“. Franz Näf brutzelte daneben „Rosechüechli“ und Schaggi Gysin buk auf dem „Füürhärd“ in der Bauernhausküche „Bärner Brätzeli“. Diese beiden vorher nicht eingeübten Gebäcke wurden nach ersten Anlaufschwierigkeiten im Laufe des Nachmittages immer besser und mundeten sowohl dem Publikum als auch den Mitarbeitenden wunderbar.

Weniger gut oder besser gesagt wegen der sommerlichen Temperaturen zu gut lief es beim „Anke-mache“. Durch die Sonnenwärme und zu warme Hände beim Schütteln der „Gomfigläser“ wurde der Anke nicht steif genug, so dass die Versuche abgebrochen und zuhause mit Zwischenlagern im Kühlschrank weitergeführt werden mussten.

Am Sonntag, 28. Oktober wird nun die Bauernhaussaison für dieses Jahr beendet. Ein letztes Mal bewirtet Sie die „Bäsebeiz zum Tschuppeldäni“ und es findet der letzte Brotverkauf in diesem Jahr statt. Das Bauernhausmuseum ist danach für die Öffentlichkeit geschlossen.

Das Ortsmuseum ist ebenfalls am Sonntag, 28. Oktober von 14-17 Uhr geöffnet und dann ein letztes Mal am Sonntag, 25. November. Danach ist auch dieses Museum wegen des Gebäudeumbaus geschlossen und öffnet erst am letzten August-Sonntag im nächsten Jahr wieder seine Türe.

 

Bildlegende:

Oben links: Franz Näf beim Ausbacken der „Rosechüechli“
Oben mitte: Die Waagen werden am neuen Standort wieder eingefüllt.
Oben rechts: Schiebereien im Depot: was rechts ist muss nach links an den Anfang der Regalreihe.
Unten links: Grosse Unterstützung beim „Rüebe hobeln“.
Unten rechts: Gemeinsam macht das „Ankeschüttle“ mehr Spass.

 

Diverse Fotos zum Arbeitstag