von Barbara Rebmann

Im ersten Nachtrag möchten wir uns für die falschen Informationen zum diesjährigen Arbeitstag entschuldigen. Diese fanden sich im Veranstaltungskalender des Muttenzer Anzeigers und zusätzlich war die Anfangszeit auf unserem Flyer falsch vermerkt. Diese Angaben haben sowohl Gäste als auch die ehrenamtlich Mitarbeitenden ziemlich verunsichert. Leider untersteht nicht alles direkt der Kontrolle der AGM, so kann es immer zu Fehlinformationen kommen. Lesen Sie einfach regelmässig die Berichte „Hinter den Kulissen…“, dann sind Sie aus direkter Quelle informiert.

Als zweiten Nachtrag möchten wir noch kurz ergänzen, dass die wegen der sommerlichen Wärme am Oktober-Arbeitstag beim Bauernhausmuseum misslungenen „Anke“-Versuche zuhause tatsächlich weitergeführt wurden. Das Zwischenlagern der Masse im Kühlschrank führte zum Erfolg, wie unser Bild zeigt. Leider besitzen wir in der Museumssammlung keine so hübschen „Anke-Model“ wie auf dem Bild, denn damit sieht das „Anke-Bälleli“ tatsächlich noch viel „gluschtiger“ aus. Wir werden sicher die Herstellung von Butter zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen, wenn es dann Mitte Oktober wieder mal weniger sommerlich sein sollte.

Hingegen war es bereits ziemlich kühl und feucht am letzten Oktober-Sonntag, als die „Bäsebeiz zum Tschuppeldäni“ zum letzten Mal in der diesjährigen Bauernhaussaison ihre Gäste bewirtete. Dies hielt aber weder die treue Kundschaft am Brotstand noch jene in der „Bäsebeiz“ von einem Besuch ab, kann man sich doch auf der vom Backen warmen „Chouscht“ in der Stube oder in der Küche gut aufwärmen. Inzwischen ist das Bauernhausmuseum bereit für die Winterpause, welche Anfang Dezember noch einmal kurz unterbrochen wird, um das Adventsfenster einzurichten. Nachdem die Probeläufe von Schaggi Gysins „Bärner Brätzeli“ vom Feuerherd und Franz Näfs „Rosechüechli“ so gut gelungen sind, werden wir in der kleinen Sonderausstellung Utensilien zum Herstellen von Festtagsgebäck vorstellen. Auch wenn irgendwo etwas anderes stehen sollte, reservieren Sie sich den richtigen Termin jetzt schon: Das Adventsfenster des Bauernhausmuseums im Oberdorf 4 wird wie jedes Jahr am 6. Dezember um 18 Uhr abends mit einem Apéro geöffnet.

Am letzten Montag im Oktober folgte dann der Weiterbildungsausflug der Arbeitsgruppe Museen. Diesmal durften wir uns unter der Führung von Restauratorin Diana Fahrner und Sammlungstechniker Roberto Mazzucchelli hinter den Kulissen in den Restaurierungswerkstätten und Depots von Archäologie und Museum.BL umsehen. Es war beeindruckend, was in den weitläufigen Depots zum Leben im historischen Baselbiet bis rückwärts in die Steinzeit alles gelagert wird. Unter anderem sahen wir auch unsere ausgestopften Vögel und die Vogelnester wieder, welche wir vor vielen Jahren der kantonalen Sammlung zur Pflege übergeben hatten. An ihrem jetzigen Lagerort können sie fachgerecht unterhalten werden und stehen auf Anfrage als Anschauungsmaterial der Öffentlichkeit zur Verfügung. Beides wäre beim Verbleib in unseren Depots nicht der Fall gewesen. In den weitläufigen Depots konnten wir uns bei den unterschiedlichen Behältnissen und den Schutzabdeckungen einige Tipps holen, wie Objekte in unseren nicht optimal klimatisierten Räumen etwas besser geschützt werden können. Dies wird vor allem bei unseren Grossobjekten nützlich sein, welche immer noch im Estrich des Ortsmuseums unter dem offenen Ziegeldach gelagert sind.

Am Nachmittag führte uns dann Museumsleiter Marc Limat durch das Museum.BL. Hier war natürlich speziell die Ausstellung „Seidenband – Kapital, Kunst und Krise“ mit den laut ratternden Webstühlen ein Erlebnis. In unseren Depots gibt es ja neben Seidenbändern auch einzelne Teile zu diesen grossen „Maschinen“. Aber leider sind alles nur Bruchstücke von unterschiedlichen Geräten, die sich kaum zu einem Ganzen zusammenfügen lassen. Auch über diese Teilstücke werden wir uns künftig Gedanken machen und sie wohl als „Ersatzteillager“ an eine geeignete Sammlung im Baselbiet weiterverschenken.

Die Muttenzer Museumssaison geht nun langsam zu Ende und das Ortsmuseum ist ein letztes Mal am Sonntag, 25. November von 14-17 Uhr geöffnet. Danach ist es wegen des Gebäudeumbaus ein Dreivierteljahr geschlossen und öffnet erst am letzten August-Sonntag 2019 wieder seine Türe. Wir werden sie entsprechend auf dem Laufenden halten.

Bildlegende:
oben: Von Hand geschüttelter „Anke“ in ein wunderbares „Mödeli“ gepresst.
unten links: Roberto Mazzucchelli erklärt die Wichtigkeit eines Quarantänedepots für Neuzugänge.
unten rechts: Beim ratternden Posamenter-Webstuhl lohnt es sich genau hinzuschauen