von Barbara Rebmann

Seit Mitte Mai war unser Museumsassistent Beat Zimmermann wieder an der Arbeit und dokumentierte die letzten im Bauernhaus verbliebenen Objekte, die er im vergangenen Jahr noch nicht «verarbeitet » hatte. Am Montag der letzten Mai-Woche wurden dann im Bauernhausmuseum fleissig kleinere Gerätschaften und grosse Objekte hin- und hergeschoben und von der Heubühne herabgelassen. Einmal mehr konnten wir uns danach das Training im Fitness-Center sparen.

Objekt um Objekt wurde draussen rund um den Miststock ausgelegt, was einige Passanten und Passantinnen neugierig machte, und es wurde gerätselt, wozu das denn alles gedient hatte. Die rund 35 Jahre, die seit der Einlagerung der Objekte vergangen sind, hatten dicke Staubschichten und Spinnweben hinterlassen. Auch hatten sich viele Generationen von Holzwürmern satt gefressen, so dass manches Holzstück nur noch aus lauter Gewohnheit zusammenhielt und beim Verschieben eine Sägemehlspur hinterliess.

Ein intensiver Wischdurchgang über die ganze Heubühne füllte dann noch zwei grosse Kessel mit herabgerieseltem Sand und Mörtelresten aus der Bruchsteinmauer und dazu zwei grosse Abfallsäcke voller Stroh- und Heuresten, worin es sich Mäuse  gemütlich gemacht hatten. Momentan ist die Heubühne jetzt nur noch mit zwei «Röndle» (Windfegen) und mehreren Pflügen besetzt. Es ist geplant, diese Objekte herzurichten und neu auszustellen. Wie das genau aussehen soll, ist durch die AGM  noch in Planung.

Das Bauernhausmuseum ist zum nächsten Mal am Sonntag, 30. Juni, von 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr geöffnet. Selbstverständlich werden auch wieder die feinen Brote und Zöpfe verkauft. Das Ortsmuseum ist wegen Bauarbeiten immer noch
geschlossen.

Ruedi Bürgin versucht die
«Röndle» zu entstauben.
Um die hundert Geräte waren auf der Heubühne versteckt. Beat Zimmermann fotografiert auf der Heubühne mit Ruedi Bürgin als Beleuchter