13.06.2017 Altes Bohrloch beim "Sulzhof" aufgebrochen

Im Gebiet „Sulzhof“ oberhalb von Muttenz BL ist heute Dienstag, 13. Juni 2017, um ca. 09.30 Uhr, ein altes Bohrloch aufgebrochen. Durch den Zwischenfall trat eine grosse Menge an Sole (Salzwasser) aus.

Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft sowie den involvierten Behörden wurde das alte Bohrloch, welches seit Jahren verschlossen war, durch einen Überdruck aufgebrochen. Daraufhin gab es eine rund 25 Meter hohe Wasserfontäne und es traten über mehrere Stunden rund 1000 m3 Sole (Salzwasser) aus. Das Wasser floss via Dorfbach in den Rhein. Warum das alte Bohrloch aufgebrochen ist, ist Gegenstand von laufenden Ermittlungen. Aufgrund des ausgetretenen Salzwassers wurde die Umwelt im Gebiet des Sulzhofes und der Dorfbach stark geschädigt. Für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung.  

Bild und Text: Polizeimeldungen, Polizei Basel-Landschaft

Ergänzung vom 26. Juni 2017

Das durch den spontanen Salzwasseraustritt am 13. Juni belastete Erdreich wurde in den vergangenen Tagen abgetragen. In der Woche vom 24. bis 28. Juni werden die Schweizer Salinen die Abdeckung des fraglichen Bohrlochs sorgfältig öffnen, um der Ursache für den Druck, der zur Salzwasserfontäne führte, genauer nachgehen zu können.

Wie der Tagespresse teilweise schon entnommen werden konnte, haben die Schweizer Salinen unter der Koordination des kommunalen Führungsstabes in der Zeit vom 20. bis 23. Juni die mit Salz kontaminierte Erde in die Deponie Elbisgraben in Liestal abtransportiert. Wegen der andauernden Hitzeperiode mussten dafür die geteerten Zufahrtswege mehrfach mit Split für den Schwerverkehr ertüchtigt werden, auch konnten die Transporte zum Schutz des Strassenbelags nur in den Morgenstunden stattfinden. In der Zwischenzeit konnte an den meisten Stellen wieder neuer Humus eingebracht werden.

In einer weiteren Besprechung des interdisziplinären Teams der Gemeinde Muttenz, der kantonalen Behörden und der Schweizer Salinen fanden am 23. Juni ein erneuter Wissensaustausch und eine Koordination statt. Es geht nun primär darum, den Auslöser für den unvorhersehbaren Soleaustritt aus dem stillgelegten Bohrloch festzustellen. Zu diesem Zweck planen die Schweizer Salinen in der letzten Juni-Woche die sorgfältige Öffnung des Bohrloch-Verschlusses, damit der Zugang zur 300 Meter tief liegenden Salzkaverne möglich wird. Dazu wurde ein Sicherheitsdispositiv erstellt, damit bei einem allfälligen nicht erwarteten Soleaustritt unmittelbar gehandelt und eine Belastung der Umwelt in jedem Fall verhindert werden kann.

Gemeinde Muttenz

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