Verlängerung der "kleinen Sonderausstellung" mit Grosserfolg bis Ende Mai 2011.

Barbara Rebmann

Fotos zur Ausstellung finden Sie im Fotoalbum unter Portrait/Fotoalbum/Museen

An den beiden Museumssonntagen im Februar und März stand das Ortsmuseum ganz im Zeichen unserer improvisierten „Sonderausstellung - Karl Jauslin und die Basler Fasnacht“. Durch den ausführlichen Beitrag in der Basellandschaftlichen Zeitung vom 25. Februar und in der Basler Zeitung vom 12. März war die Ausstellung auch in Kreisen ausserhalb des Muttenzer Amtsanzeigers bekannt geworden. Es fanden sich sogar einige Basler Fasnächtler ein, die nach Spuren ihrer Cliquengeschichte suchten. Wer weiss, vielleicht entwickelt sich daraus eine neue kulturelle Zusammenarbeit der beiden Kantone…...

Heute möchte ich Ihnen schildern wie es zu dieser kleinen Sonderausstellung kam, deren Planung und Aufbau in wenigen Tagen von einem vierköpfigen Team bewerkstelligt wurde. Angefangen hatte alles zu Beginn dieses Jahres. Peter Habicht, der bei seiner Inventarisierungsarbeit auf eine grössere Serie von Fasnachtszeichnungen gestossen war, schrieb darüber für den Muttenzer Anzeiger einen Artikel. Selbst ein Fasnächtler, wollte er diese Zeichnungen aus aktuellem Anlass den Muttenzern in einer „kleinen Sonderausstellungsecke“ im Jauslin-Saal zugänglich machen.

Gemeinsam mit der Schreibenden entwarf er erste Ideen, wie Jauslins Arbeiten in den vorhandenen Vitrinen präsentiert werden könnten. Laufend erweiterte er die interessanten Sujets und recherchierte thematische Zusammenhänge mit der damaligen Zeitgeschichte. So genügte bald einmal der Platz in den Vitrinen nicht mehr, um all das Spannende zeigen zu können.

Wenige Tage, Mails und Telefonate später transportierte Schaggi Gysin Wechselrahmen und Stellwände aus allen möglichen Depots ins Ortsmuseum, Joggi Zumbrunn rückte mit dem Werkzeugkasten und die Schreibende mit den ausgedruckten Vitrinentexten an.

Zuerst wurden die alten Wechselrahmen auseinandergeschraubt und von allen Seiten gründlich gereinigt. Die gebrauchten, schadhaften Stellwände konnten mit einer Bespannung aus weissen Leintüchern wieder präsentabel gemacht werden. Im Ausstellungssaal mussten einzelne Tischvitrinen verschoben und Bilder umgehängt werden, damit sie die Abfolge der Fasnachtsserien nicht „störten“. Die schweren Stellwände wurden vor grossformatigen Bildern platziert und die Deckenbeleuchtung neu ausgerichtet. Peter Habicht hatte bereits die zusammengehörenden Skizzen und Vorzeichnungen Jauslins und die ausgearbeiteten Gesamtansichten der Fasnachtszüge thematisch zusammengestellt und die nötigen Vitrinentexte verfasst. Jetzt konnten mit vereinten Kräften die Wechselrahmen und Stellwände mit Originalzeichnungen und Drucken bestückt werden.

Rechtzeitig zum Museumssonntag im Februar sind wir fertig geworden. Wir warteten gespannt, ob sich unsere Anstrengungen überhaupt gelohnt hätten. Sie hatten sich gelohnt! An den beiden vergangenen Museumssonntagen kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher jeglichen Alters, die sich für die historischen Fasnachtsdarstellungen interessierten und den Ausführungen von Peter Habicht gebannt folgten. Der „kleinen Sonderaustellung“ war ein Riesenerfolg beschieden und sie wird deshalb noch nicht abgebaut.

Da der letzte Sonntag im April 2011 gleichzeitig Ostersonntag ist wird das Ortsmuseum am 24. April 2011 geschlossen bleiben. Als Ersatz wird dafür die Fasnachtsausstellung am letzten Sonntag im Mai noch einmal zu sehen sein, auch wenn bis dahin die Fasnacht 2011 schon längst wieder „Geschichte“ sein wird. Bis Ende Mai besteht zudem die Möglichkeit, diese „kleine Sonderausstellung – Karl Jauslin und die Basler Fasnacht“ anlässlich einer Extraführung (auf Voranmeldung) zu besuchen. Termine können direkt mit Peter Habicht (Telefon 061 692 09 87) abgesprochen werden. Wir hoffen, dass diese Möglichkeit rege genutzt wird.

Siehe auch: Hinter den Kulissen der Museen Muttenz: Karl Jauslin und die Basler Fasnacht Teil 1 vom 21.2.2011

Team an der Ausstellungsarbeit und Peter Habicht im Erzählelement
Bilde links und rechts: Ausstellungsarbeit/ Mitte: Peter Habicht im Element