Barbara Rebmann

Auch in diesem Advent wird die Arbeitsgruppe Museen (AGM) die Stube des Bauernhausmuseums im Oberdorf zum traditionellen Weihnachtsfenster umdekorieren. Nach den intensiven Räumungsarbeiten auf dem Estrich des Ortsmuseums freuen sich alle darauf, wieder einmal etwas Kreatives schaffen zu können.

Wir haben uns entschieden ein Thema aufzugreifen, das schon einmal unsere Weihnachtsstube geschmückt hat. Erinnern Sie sich noch an unser Fenster im Jahr 2005? Damals zeigten wir, wovon unsere Gross- und Urgrossmütter als Kinder geträumt haben. Dieses Jahr wollen wir wieder Spielsachen für Mädchen ausstellen. Das gibt uns die Möglichkeit, nun neu hinzu gekommene Sammlungsstücke präsentieren zu können. Mehr sei dazu noch nicht verraten.

Dank der unzähligen Stunden, die wir in die Inventarisierung und thematische Verschlagwortung unserer Sammlungen investiert haben, können wir jetzt bequem die Datenbank dazu abfragen. Eine Suche nach dem Stichwort "Kinderspiel" listet 83 Objekt-Ensembles auf, welche von Monika Schopferer im vergangenen Jahr minutiös dokumentiert worden sind. Die in der Datenbank eingefügten Fotos ermöglichen es, gezielt eine passende Auswahl zu treffen. Die bebilderte Liste der gewünschten Objekte mit Angabe des jeweiligen Standortes erleichtert das Zusammenstellen des Gewünschten enorm. Früher mussten wir die Objekte mühsam in den überfüllten Regalen und nicht beschrifteten Schachteln zusammensuchen. Dieses Resultat der vorausgegangenen mühseligen Inventarisierungsarbeit erfüllt uns mit Freude und auch mit ein wenig Stolz.

Im Bauernhausmuseum muss dann wie immer zuerst das vorhandene Mobiliar aus der Stube geräumt oder in den „blinden Ecken“ versteckt werden. Stromschienen für die Spots werden in der Stube montiert, ohne die historische Holzdecke zu beschädigen. Das beleuchtete Nummernschild, die 6, wird entstaubt, an der Hauswand aufgehängt und alles zusammen mit verschiedenen Schaltuhren verkabelt. Dann müssen noch die Eisblumen auf die Fensterscheiben gesprayt und anschliessend die Fensterläden geschlossen werden, um verfrühte neugierige Blicke fern zu halten. Die im Werkhof gelagerte Besuchertreppe wird von den dortigen Mitarbeitern gebracht und montiert, wofür ihnen auch an dieser Stelle herzlich gedankt sei. Der eigentliche Aufbau der Ausstellung gibt jeweils zu intensiven Diskussionen Anlass, denn die Gestaltung entwickelt sich erst vor Ort. So müssen dann an unterschiedlichen Orten kurzfristig zusätzliche Ausstellungsstellagen und Dekorationsmaterialien organisiert werden. Wie in jedem Jahr werden auch diesmal wieder einige der im letzten Januar am Standort „Zubehör Weihnachtsfenster“ versorgten Utensilien nicht mehr auffindbar sein. Doch, wie immer, wird sich im privaten Fundus einiger AGM-Mitglieder etwas Passendes finden.

Lassen Sie sich überraschen und schauen Sie vorbei. Das Fenster wird wie jedes Jahr am 6. Dezember um 18 Uhr geöffnet. Die traditionellen Weihnachtsgutzi und verschiedene Getränke werden auch bereit stehen. Ob der Himmel dann auch die vorbestellten Schneeflocken beisteuert, können wir noch nicht versprechen.

Vorbereitungen zum Weihnachtsfenster
1. Ein Blick in die Depotabteilung Kinderspiel. --- 2. Die Mädchenträume ausgestellt 2005. --- 3. Joggi Zumbrunn und Schaggi Gysin als „Beleuchter“.