Barbara Rebmann

Nachdem die Schreibarbeiten für unseren neuen Bauernhausführer beinahe abgeschlossen sind, wurden im Zuge der alljährlichen Frühlingsputzete noch die fehlenden Illustrationen erstellt. Damit die Übersichtsfotos der verschiedenen Räume dann auch tatsächlich der Ausstellungsrealität entsprechen, konnten wir erst damit beginnen, nachdem Staublappen und –sauger ihre Arbeit erledigt hatten und den Objekten ihr definitiver Standplatz zugewiesen war. Diese Fotoarbeiten nahmen allerdings mehr Zeit in Anspruch, als ursprünglich geplant. Die Anforderungen an die Qualität dieser Innenaufnahmen waren viel höher als an jene der Fotos für unsere Inventardatenbank. Die Räume mussten sorgfältig ausgeleuchtet werden. Zudem wurde heftig darüber diskutiert, welche der vielen Objekte heutzutage bereits unbekannt seien und darum einzeln erklärt werden müssten. Je nach Lebensalter und Vertrautheit mit den Objekten waren die Ansichten sehr verschieden.

Neu bei der diesjährigen „Putzkolonne“ war unsere „Lehrfrau“ Monika Schopferer. Auch Erna Imark, Sachbearbeiterin Museen von der Verwaltung, nahm an ihrem freien Nachmittag teil. Sie wurden beide in das fachgerechte und sorgfältige Abstauben der Ausstellungsobjekte eingewiesen und auf die feinen Unterschiede zum Putzen daheim aufmerksam gemacht. Weder „Meister Proper“ mit Meeresbrise, noch seine Kollegen mit Blütenduft werden hier eingesetzt. Auch wird für die Holz- oder Lederobjekte keine Oberflächenveredelung benutzt, welche später im eher feuchten Klima des Bauernhauses einen üppigen Nährboden für Schimmel bilden könnte.

Wie jedes Jahr wurden mit einem Staubsauger alle Ritzen vom Erdgeschoss bis ins Dach hinauf abgesaugt. Damit dessen Abluft keine Schimmelsporen oder Ungeziefer herumwirbeln und weiterverteilen konnte, muss dieser Staubsauger mit einem Allergikerfilter ausgerüstet sein. Während der mehrwöchigen extremen Kälteperiode im Februar, mit einer konstanten Luftfeuchtigkeit um 20%, war die Schimmelgefahr durch regelmässiges Lüften zwar entschärft worden. Aber die danach ansteigenden Temperaturen und die ebenso schnell ansteigende Luftfeuchtigkeit zu Ostern verlangten doch wieder nach einer genaueren Kontrolle, damit allfällige neue Beläge noch behandelt werden konnten.

Am kommenden Sonntag, 29. April ist das Bauernhausmuseum also nach der Winterruhe zum ersten Mal wieder geöffnet. Unsere Museumsbäcker werden bereits am Samstag den Backofen einheizen, damit für die Zopf- und Brotliebhaber genügend Vorrat bereit steht. Allerdings werden die Backwaren von nun an nicht mehr in der Küche oder in der guten Stube verkauft. Es gab in der Vergangenheit zuviele „Kollisionen“ mit den Museumsbäckern und ihren Geräten. Auch möchten wir gerne unseren Museumsgästen, welche mit dem neuen Führungsheft ihren Rundgang beginnen, den Zugang ins Haus etwas erleichtern.

Neu wird das Brot an einem speziellen Brotstand vor dem Bauernhaus verkauft. So sollten also in Zukunft Brotkäufer, Museumsbesucherinnen, Museumsbäcker und Gäste der „Bäsebeiz“ bestens aneinander vorbeikommen. Wir sind gespannt, wie es klappen wird.

Fehler im künftigen Bauernhausführer?
Nachdem bereits im letzten Anzeiger die Vorarbeiten zum Bauernhausführer vorgestellt wurden, sind wir auf einen Fehler aufmerksam gemacht worden. Der als „Bränte“ bezeichnete Rückentragbehälter ist selbstverständlich eine „Bückti“. Was genau der Unterschied ist, können Sie mit unserem Führer erkunden.

Herzlichen Dank unseren Lesern und Leserinnen für ihre Aufmerksamkeit. Selbstverständlich werden die Texte und die dazugehörenden Fotos vor dem Druck noch mal kontrolliert.

 

Erna Imark, Monika Schopferer und Schaggi Gysin
1. Erna Imark widmet sich den Spinnweben an den Deckenbalken. --- 2. Monika Schopferer staubt in der Küche ab. --- 3. Schaggi Gysin entfernt die letzten „Eisblumen“ vom Weihnachtsfenster.