Barbara Rebmann

Auch dieses Jahr fand im Juli die volkstümliche Stuubede vor dem Bauernhausmuseum statt. Sie ist inzwischen ein fester Bestandteil im kulturellen Sommerkalender von Muttenz geworden. Heute soll nun der grosse Einsatz der vielen treuen Helferinnen und Helfer hinter den Kulissen gewürdigt werden. Ohne sie wäre solch ein Anlass für die 8-köpfige Arbeitsgruppe Museen (AGM) nicht durchführbar.

Wie jedes Jahr wurden bereits am Freitag Tische und Bänke angeliefert, die Bühne über dem alten Miststock aufgebaut und der Toilettenwagen platziert und angeschlossen. Ebenso frühzeitig erfolgte die Anlieferung von Kühlschränken, Zubehör für den Bierausschank, Getränke und Esswaren und natürlich die gesamte Kücheninfrastruktur. Dank des Vertrauens unserer Lieferanten und nahestehender Vereine verläuft dies jeweils unbürokratisch und unkompliziert.

Von Samstag früh an, waren dann unsere Museumsbäcker bereits am Backen von Broten und Vorbereiten der „Wääie“. Da musste genügend Vorrat bereitstehen, damit alle hungrigen Gäste verköstigt werden konnten und alle Beteiligten zu ihrem wohlverdienten Honorar-Bauernbrot kamen.

Wie gewohnt begann der Stuubede-Sonntag für die AGM und die rund zehn zusätzlichen Helfer/innen um etwa 9 Uhr. Das Aufstellen der Tische und Bänke auf den Parkplätzen vor dem Bauernhausmuseum wurde routiniert erledigt. Auch die Buffettische waren relativ schnell aufgestellt und eingerichtet, dazu galt es noch die Bühne zu schmücken. Mehr Aufwand resp. Diskussionen verursacht jeweils das Verkabeln der Elektrogeräte: Warmhaltekiste, Kühlschränke und Kaffeemaschinen sollten gleichzeitig genutzt werden können und die Verstärkeranlage sollte die Stimme des „Stuubede-Moderators“ bis zum äussersten Sitzplatz tragen. Hier hat sich zum Glück in den letzten Jahren unsere Ausrüstung stark verbessert. Mit geschäftigem Hin-und-Her war um 11 Uhr alles betriebsbereit eingerichtet. Die ersten Gäste sassen schon ungeduldig unter den Sonnenschirmen und die erste Kapelle begann aufzuspielen.

Drinnen im Schopf und im angrenzenden kühlen Keller waren vorgängig wiederum die ausgestellten Museumsobjekte soweit möglich beiseite geschoben worden, um Arbeitstischen für die "Grossküche" Platz zu machen. Hier wurden die Speck- und Käseplättli vorbereitet, Bratwürste in der Pfanne gebrutzelt und Rauchwürstli gesotten. Bald einmal lief im museumseigenen Office ununterbrochen die Geschirrwaschmaschine und unser Mehrweggeschirr wurde fleissig abgetrocknet. Die „Küchenbrigade“ bewährte sich wiederum als eingespieltes Team, das speditiv Hand in Hand arbeitet und unsere jodelnden AGM-Mitglieder bei Auftritten routiniert ablösen kann.

Am Abend, nach der letzten Musikdarbietung, musste dann alles wieder mit unserer bewährten Helfertruppe abgebaut und zum Abtransport vorbereitet werden. Dass der Abbau der eigens für diesen Anlass aufgebauten Infrastruktur eben so viel Zeit und Kraft erfordert wie der Aufbau, war nach dem langen und heissen Arbeitstag bitter. Denn schon am nächsten Morgen werden jeweils die gestapelten Tische und Bänke wieder abtransportiert und das überzählige Material zurückgegeben. Wer von der AGM am Montag Zeit hatte, half dann bei den Aufräum- und Reinigungsarbeiten im Bauernhaus mit, damit aus der „Grossküche“ und dem Vorratskeller wieder eine ansprechende Ausstellung mit historischen Objekten wurde.

Solche Veranstaltungen innerhalb von Museumsräumen mit historischen Gerätschaften, sind immer eine Gratwanderung. Aber dank der Umsicht und der Routine aller Mitwirkenden gab es auch diesmal keine kritischen Situationen für unsere Objekte. Somit sollte der nächsten Stuubede am 20. Juli 2014 nichts im Wege stehen. Wir zählen auch dann wieder auf unsere treuen Helferinnen und Helfer, ihnen sei ganz herzlich gedankt.

Küche
1. Wo sonst landwirtschaftliche Grossgeräte stehen, arbeitet am Sonntag das Küchenteam. 2. Die vielen Honorarbrote für die Musikanten liegen bereit. 3. 2011 war der Abbau nicht so schweisstreibend wie dieses Jahr.