Barbara Rebmann

Unter den vielen anderen Werbebannern werden dieses Wochenende die farbigen Fahnen der Museen Muttenz im Dorfbild fehlen. Trotz verschiedenster Ideen zur Präsentation ist es uns leider nicht möglich, das Ortsmuseum zweieinhalb Tage lang offen zu halten. Es müssten - wie üblich und unabdingbar – die ganze Zeit zwei Aufsichtspersonen anwesend sein.
Für die acht Mitglieder der Arbeitsgruppe Museen Muttenz (AGM) wären diese 50 Präsenzstunden an einem Wochenende fast soviel, wie wir zusammen monatlich in die reine Inventarisierungs-Arbeit im Depot Donnerbaum investieren. Depotarbeit ist aber nur ein Teil unseres jährlichen Zeitaufwandes. Hinzu kommen die Präsenzzeiten von zwei AGM-Mitgliedern an den zehn museumsoffenen Nachmittagen im Ortsmuseum und von drei AGM-Mitgliedern an sechs Bauernhaus-Sonntagen (mit dem grossen Zeitaufwand der Museumsbäcker). Weitere jährlich wiederkehrende Fixtage im Arbeitskalender der AGM sind im Bauernhausmuseum der Frühjahrsputz, Ferienpassaktionen, Stuubede, Arbeitstag und Weihnachtsfenster. Apéros und Führungen in beiden Museen, dazu Vorbereitungssarbeiten für kleine Neuausstellungen oder das Erstellen von Führungsunterlagen ergeben eine weitere stattliche Anzahl Arbeitsstunden. Hinzu kommen die regelmässigen offiziellen Sitzungen und internen Arbeitsbesprechungen. Oft sehr kurzfristig müssen Sondereinsätze zur Sichtung und zum anschliessenden Abtransport von Schenkungen oder zur Rettung entsorgungsgefährdeter Objekte geleistet werden. Diese sind in der Regel auch sehr zeitintensiv, müssen wir doch möglichst viele Informationen zu den Geräten und ihren ehemaligen Besitzern in Erfahrung bringen. Alle diese in unterschiedlicher Zusammensetzung und an verschiedensten Orten geleisteten Arbeitsstunden zusammengezählt, ergeben die stattliche Anzahl von jährlich rund 1000 Arbeitsstunden, welche die acht aktiven AGM-Mitglieder in ihrer Freizeit leisten. Die im Budgetprozess projektierten Arbeiten dürfen der Gemeinde verrechnet werden - ein nicht unerheblicher Rest an Zeit- und Arbeitsaufwand jedoch geschieht ehrenamtlich. Sicher werden Sie, liebe Leserin und lieber Leser, jetzt verstehen, dass wir auf die Teilnahme an der Gewerbeschau verzichten zugunsten der vordringlicheren Arbeiten „hinter den Kulissen der Museen“.
Doch: Bereits eine Woche nach der Gewerbeschau, am Sonntag, 28. September sind beide Museen ja wieder geöffnet und im Bauernhausmuseum werden die beliebten Bauernbrote und Zöpfe verkauft.
In drei Wochen ist es dann schon wieder Zeit für den traditionellen Herbstarbeitstag vor dem Bauernhausmuseum. Diesmal bereiten wir als Sonderaktion einen Wettbewerb für Kinder vor. Die Gewinnerinnen und Gewinner können ihre Preise dann zwei Wochen später am letzten Oktober-Sonntag am Brotstand beim Bauernhausmuseum einlösen.

Arbeitstag im Bauernhausmuseum Samstag, 12. Oktober, 14 - 17 Uhr
Wettbewerb für Kinder. Dazu die üblichen. bäuerlichen Herbstarbeiten wie Mosten und Einmachen von „Suurchrutt“ und „Suurrüebe“. Auch die traditionellen „Versuecherli“ werden angeboten, deshalb findet am Arbeitstag kein Brotverkauf statt.


Museumsestrich
1. Die Objekte vom Museumsestrich sind noch längst nicht alle versorgt --- 2. In einem Zwischendepot warten weitere palettierte Objekte