von Barbara Rebmann

Kaum hatte die Arbeitsgruppe Museen (AGM) die ersten Objektverschiebungen in das neue Depot im Geispel termingerecht und in mehr oder weniger guter körperlicher Verfassung hinter sich gebracht, wartete schon ein weiterer gewichtiger Transport: Am Fasnachtsdienstag durften die nicht aktiven Fasnächtler/innen eine ganze Küchen- und eine Waschkücheneinrichtung aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts abholen. Alle Objekte waren in einem gepflegten, einwandfreien Zustand und konnten direkt ins neue Depot gebracht und dort inventarisiert werden. Nachdem inzwischen auch zwölf Paletten mit Holzobjekten zur „Schädlingskur“ geschickt worden waren, gab es vorübergehend viel Luft in unseren Hochregalen im Donnerbaum. Leider konnten wir diesen befreienden Zustand nicht lange geniessen, denn möglichst zügig müssen alle unsere „Notlager“ im Schulhaus geräumt werden. Aber auch hier sollen die grossen Objekte jetzt nicht mehr unkontrolliert, provisorisch und ohne Dokumentation in unseren Regalen verstaut werden, sonst hätten wir nach dem Umzug wieder die gleiche unüberblickbare Situation wie zuvor.

Gleichzeitig zum Dokumentieren der Objekte müssen wir unsere grossen und schweren Arbeitstische in einem Nebenraum abbauen und in unsere eigenen Depoträume verschieben. Leider stand an der einzigen dafür geeigneten Wand bereits ein schwerer Safe, drumherum drei Regalelemente vollbepackt mit nicht inventarisierten Kleinobjekten und unsere beiden Fotoarchiv-Schränke. Mit einem zeitaufwändigen Aus-, Um- und Einräumen konnten wir den nötigen Platz schaffen.

Anfang April widmete sich die AGM dann an zwei Tagen zwischendurch auch noch dem jährlichen Frühlingsputz im Bauernhausmuseum. Putzen konnten wir erst nur im zugänglichen Wohnteil. Der Ökonomieteil des Bauernhauses war nämlich durch mehrere zwischengelagerte Paletten mit neueingegangenen Objekten kaum begehbar. Wir hatten im Herbst für diese Objekte nirgends mehr Platz gefunden und mussten über den Winter im Scheuneneingang und im Schopf ein „Durchgangslager“ einrichten. Rechtzeitig vor Saisonbeginn konnten aber alle diese Objekte dann zur Schädlingsbekämpfung gebracht und der verbliebene Teil des Bauernhauses noch fertig geputzt werden. Wenn diese Objekte nach ihrer rund 10-wöchigen Kur zurückkommen, können sie inventarisiert und in den bis dahin frei gewordenen Depotplätzen im Donnerbaum oder im Geispel versorgt werden.

Auch diesmal möchte sich die AGM wieder herzlich für die tatkräftige Unterstützung bedanken - vor allem bei der Verschiebung des gewichtigen Tresors und beim Transport der Küchen- und Waschküchenausstattung. Wir schätzen uns glücklich so viele Museumsfreunde und -freundinnen zu haben, die uns in dieser äusserst arbeitsintensiven Zeit kurzfristig und unkompliziert zur Seite stehen.

In den kommenden Monaten Mai bis Juli ist das Ortsmuseum wegen Umbauarbeiten geschlossen. Das Bauernhausmuseum mit dem Brotstand ist hingegen weiterhin geöffnet.


Umbauarbeiten im Ortsmuseum
1. Vorbereitungen zum Verschieben des Tresors --- 2. Wer hat Vortritt? Verkehrsstau im Sammlungsdepot --- 3.Ein unhaltbarer Zustand: das Bauernhausmuseum als winterliches Notlager --- 4. Diese wunderbar gepflegte Waschküchenausrüstung durfte ohne Umwege ins Depot Geispel --- 5. Guterhaltene Geräte ersetzen später im Bauernhausmuseum die stark verwurmten Ausstellungsstücke