von Barbara Rebmann

Auch im vergangenen Jahr war die Arbeitsgruppe Museen (AGM) mit viel Enthusiasmus bei der Museumarbeit, auch wenn diese anfangs Jahr wegen der grossen Zügelaktionen sehr kräftezehrend war. Dies war sicher mit ein Grund warum sich Schaggi Gysin entschlossen hat nach 22 Jahren den Präsidentenstuhl der AGM auf Ende 2015 freizugeben, um „administrativ“ kürzer treten zu können. Als Nachfolger wird ab 1. Januar 2016 Ruedi Bürgin die Verantwortung für die Muttenzer Museen übernehmen unterstützt vom Museumssekretariat. Eingestiegen bei den Renovierungsarbeiten im Bauernhausmuseum in den frühen 1980er Jahren hat Schaggi die ganze Entwicklung unserer Museen von der ehemaligen Museumskommission mit den „Gründungsvätern“ bis zur heutigen Arbeitsgruppe Museen während über 30 Jahren miterlebt und natürlich als Präsident stark geprägt. Glücklicherweise bleibt er uns weiterhin als Mitglied der AGM erhalten, denn wir müssen ihm noch viele Geschichten rund um die Entstehung der Museen und Sammlungen entlocken. Auch wird er weiterhin „seine“ Stuubede, die „Bäsebeiz zum Tschuppeldäni“ und den Holzbackofen in gewohnter Weise betreuen.

Leider blieb unsere Suche nach einem neuen AGM-Mitglied an Stelle von Hildegard Gantner bis jetzt erfolglos. Eigentlich nicht weiter verwunderlich, dass Interessierte von den formulierten Anforderungen abgeschreckt wurden. Als wir AGM-Mitglieder unsere jährlichen Museumseinsätze im damaligen Zeitungsbericht so systematisch aufgelistet sahen, staunten auch wir ob der Menge an Zeit die wir für die Museen aufwenden. Doch ist das Ganze für uns eben nicht nur harte oder langweilige Arbeit, sondern es macht viel Spass in geselliger Runde in diese historische Welt einzutauchen, sein eigenes Wissen einzubringen oder in Recherchen zu vertiefen und alles für die Nachwelt zu dokumentieren oder für Ausstellungen aufzubereiten.

Im letzten Frühjahr ergab sich dank der externen Finanzierung unseres Depotumzuges durch die Stiftung Museen Baselland eine „personelle Zwischenlösung“. Wir konnten in einem kleinen Projektpensum den sammlungserfahrenen Kulturwissenschaftler Beat Zimmermann für 150 Arbeitsstunden einstellen. Durch seine akribische und schnelle Arbeitsweise machte unser Sammlungsinventar Riesensprünge vorwärts. Unter anderem konnte er runde zwei Kubikmeter an Kleinmaterial aus dem Estrich des Ortsmuseums rekatalogisieren und versorgen sowie eine Standort- und Fotokontrolle bei über 600 Textilobjekten durchführen. Seine Fachkompetenz kam auch der Systematik unserer Dateneingaben zugute, die wir inzwischen weltweit auf dem Baselbieter Kulturgüterportal (http://kgportal.bl.ch) präsentieren können.

Bereits im November 2014 hatte ein Workshop der AGM und der Kultur- und Sportkommission zur Zukunft der Museen Muttenz als mögliche Lösung unserer „Personalprobleme“ die Gründung eines Fördervereins hervorgebracht. Dieser soll den Museen unterstützend und fördernd zur Seite stehen und stellt unentgeltliche Arbeitsleistungen seiner Mitglieder in geeigneter Form für die AGM zur Verfügung. Zudem leistet der Verein Beiträge zur Weiterentwicklung von Ausstattung und Betrieb, sowie für wissenschaftliche Forschungen, Publikationen und lokale kulturhistorische Projekte. Diese Unterstützung ermöglicht der AGM auch ausserordentliche und spontane Projekte, trotz immer knapper werdenden Finanzen, umsetzen zu können. Am IGOM-Anlass „Cool – chumm und lueg“ im Juni warb die AGM dann um Mitglieder. Wunderbarerweise legten die Senioren Muttenz als erstes und äusserst grosszügiges Kollektivmitglied eine gute finanzielle Basis. Wir bedanken uns ganz herzlich. Wer sich für eine Mitarbeit interessiert muss sich allerdings noch etwas gedulden. Deshalb, liebe Mitglieder des Fördervereins, rührt doch inzwischen die Werbetrommel für den Verein und somit auch für die Museen.

Obwohl unsere Museen bis am letzten Januar-Sonntag Weihnachtspause haben, ist aktuell im Bauernhausmuseum noch das Weihnachtsfenster mit dem Thema „Gut beHütet“ bis am 6. Januar zu sehen.

Die AGM wünscht nun allen Leserinnen und Lesern schöne Festtage und einen guten Start in das neue Jahr und – falls Sie Vorsätze für 2016 fassen - planen Sie doch wieder einmal einen Museumsbesuch am jeweils letzten Sonntag des Monats.

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