von Barbara Rebmann

Mit der Öffnung des Weihnachtsfensters in der Stube des Bauernhausmuseums ging für die Arbeitsgruppe Museen (AGM) ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr zu Ende.
Trotz längerer Absenzen einiger Mitglieder wurden auch heuer wieder in allen Bereichen über 1‘000 Arbeitsstunden in definierten Projekten und ehrenamtlicher Tätigkeit aufgewendet. Dazu wurden unzählige Schrauben, Nägel, Maschinen, Transportfahrten, Mails, Telefonate und vieles mehr von der AGM, allen Museumsfreundinnen und –freunden und Mitgliedern des Fördervereins Museen Muttenz unentgeltlich investiert.

Die Projektstunden wurden für die Vorbereitungen öffentlicher Veranstaltungen im Bauernhaus, Sonderausstellungen im Ortsmuseum, das Brotbacken an den Bauernhaus-Sonntagen sowie Reinigungsarbeiten, Aufsicht und Führungen in beiden Museen aufgewendet. Der grösste Projekt-Brocken ist jedoch die parallel zu all dem laufende und sehr zeitaufwändige Sammlungsarbeit, welche in den Depoträumen des Schulhauses Donnerbaum und im Geispel stattfindet. Obwohl man nach aussen hin davon nicht viel merkt, ist sie das eigentliche Kerngeschäft in jedem Museum. Damit neue Ausstellungen geplant und entwickelt werden können, muss zuerst bekannt sein, was überhaupt in den Depots alles lagert. Was an Themen so aus den Tiefen der Depotecken ans Licht kommt, kann jeweils im Weihnachtsfenster des Bauernhausmuseums oder in den Sammlungsfenstern im Ortsmuseum besichtigt werden.

Wie aus unseren Berichten unter dem Jahr erkennbar war, hat sich die seit Jahren eingespielte Arbeitsteilung auch in diesem Jahr bestens bewährt. Die Frauen treiben das Sammlungsinventar vorwärts und fotografieren, dokumentieren, beschriften und versorgen die Objekte. Mit 150 Stunden unterstützte uns auch in diesem Jahr unser bewährter Assistent Beat Zimmermann. Die AGM-Männer hatten aber in der Zeit nicht etwa Pause, denn zahlreiche Neueingänge und überarbeitete Bestände aus Altinventaren mussten passenden Depot-Platz finden. Noch einmal wurden beispielsweise ein Dutzend Paletten mit Grossobjekten ins Depot Geispel verschoben. Beim freigewordenen Platz im Donnerbaum hiess es dann für Depotchef Joggi Zumbrunn neue und nicht standardmässig zu findende Lagermöglichkeiten entwickeln. Beispielsweise brauchte es neue grossflächige Tablare und „Hängemöglichkeiten“ für die Aufbewahrung und Präsentation spezieller Textilien. Diese waren bisher auf schmalen Tablaren klein zusammengelegt und dadurch teilweise arg zerdrückt worden. Dann baute Ruedi Bürgin einen Skirechen, damit die historischen Skier, Skistöcke und die Skirohlinge aus Muttenzer Fabrikation platzsparend und trotzdem übersichtlich versorgt werden konnten. Zu guter Letzt füllte Joggi Zumbrunn noch einige Lücken in der Verschiebeschrankanlage mit neuen Regalsegmenten auf. Geplant ist auch gelegentlich geeigneten Lagerplatz für unsere Schaufensterpuppen aus den frühen 1930er Jahren zu schaffen. Die Puppen dienen uns immer wieder als Dekobestandteil in Weihnachtsfenstern und Ausstellungen. Die Soldaten haben ja bereits ihre Nische bekommen, jetzt warten die „Zivilisten“ auch noch auf einen Platz.

Doch nicht nur in den Depots gab es „Mutationen“. Unsere Museumssekretärin Erna Imark wurde im August pensioniert und wechselte anschliessend auf den immer noch freien Sitz als aktives AGM-Mitglied. Nun ist die Arbeitsgruppe wieder komplett. Ernas praktische Erfahrung, die sie in den vergangenen sieben Jahren in ihrer Freizeit erworben hat, kommt uns sehr entgegen. So hat sie doch das übliche Schnupper- und Probejahr und auch genügend Ausbildungskurse längstens absolviert und ist somit bestens gewappnet für die Arbeit in den Sammlungen.

Eine erfreulichere Entwicklung war sowohl im Bauernhaus als auch im Ortsmuseum festzustellen: es kamen in diesem Jahr vermehrt Schulklassen zu Führungen und Workshops. Oft brachten diese Kinder dann später ihre Eltern an einem Sonntag in die Museen und auch die Musiknacht der Allgemeinen Musikschule brachte uns zusätzlich einige neugierige Gäste. Ende Jahr besuchte sogar eine Klasse der FHNW das Ortsmuseum im Zusammenhang mit dem Seminarthema Heimat. Wir hoffen natürlich dass dieser Trend auch im nächsten Jahr anhält. Führungen sind übrigens für Muttenzer Klassen gratis und können über die Museumsmail museen@muttenz.bl.ch gebucht werden.

Nun wünscht die Arbeitsgruppe allen ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Vergessen Sie nicht zwischendurch einen Spaziergang zum Weihnachtsfenster im Bauernhausmuseum zu machen - es ist bis zum Dreikönigstag geöffnet.

Für Interessierte liegt in den Museen und am Empfang der Gemeinde die neue Broschüre „Sammlungs-, Ausstellungs- und Depotkonzepte“ der Museen Muttenz auf. Die Broschüre ist auch Online aufgeschaltet.

Bildlegende:
Oben links: Joggi Zumbrunn montiert in einer Lücke neuen Stauraum
Oben rechts: Schaggi Gysin beim Auskleiden eines neuen Textilabteils
Unten mitte: Monika Schopferer bereitet den Basler Kinderwagen für Arbeitstag und Weihnachtsfenster vor

Diverse Renovations- und Putzarbeiten in den Museen