von Barbara Rebmann

Obwohl in diesem Jahr der Sommer vom Wetter her zur Mehrheit heiss und trocken ausgefallen ist, gab es leider einige Depotnachmittage, an denen es für unseren Freiluftarbeitsplatz im Geispel viel zu nass war. Zufällig konnten wir bei schlechtem Wetter dann auch nicht ins Depot Donnerbaum ausweichen. Dort gab es für zwei Depot-Nachmittage eine „Zugangssperre“, weil die Böden im ganzen Schulhaus gereinigt und frisch versiegelt wurden. So verschoben sich unsere anstehenden Arbeiten, wie etwa der geplante letzte Depot-Umzug, auf das Ende der Sommerferien. Trotzdem waren wir genügend ausgelastet mit personalintensiven Anlässen wie „Stuubede“, Ferienpass und musealer Weiterbildung.

So blieb denn auch die Dokumentation der Objekte im Geispel liegen, lässt sie sich im Gegensatz zur Inventarisierung von Kleinobjekten im Donnerbaum allein oder zu zweit kaum ertragreich bewerkstelligen. Nur schon das vorgängige Wischen des Vorplatzes, das Abkratzen des Mooses am Fotoplatz, das Einrichten des Schreibplatzes draussen, das Montieren der Fotorückwand sowie das abschliessende Versorgen sämtlicher Utensilien braucht bereits eine Stunde des Arbeitsnachmittages. Die sperrigen und schweren „Wöschhääfe“, Pflüge, Holzöfeli, Schränke, „Schüttsteine“ usw. sind zum Glück alle auf Paletten gelagert und dank Handstapler und Palettrolli mit wenig Kraft sicher durch das Regal-Labyrinth zu bewegen. Ebenso ist das meistens nötige Reinigen der Oberflächen oder das Ausräumen alter Ofeninhalte gut zu bewerkstelligen. Es braucht jedoch eine dritte und möglichst eine vierte Person, die parallel dazu bereits mit den Schreibarbeiten zum Nummerieren, Dokumentieren und Fotografieren beginnen und anschliessend das Objekt beschriften und korrekt versorgen oder bereits ein weiteres und zur Serie passendes Gerät in den Tiefen der Depoträume aufstöbern und ins Freie holen. Zu zweit erfolgt ein Arbeitsschritt nach dem anderen und pro Nachmittag dokumentieren wir vielleicht sechs oder sieben Grossobjekte.

Trotz Zwangspausen und fehlender Hände hat es zum Ende der Sommerferien im Depot Donnerbaum einen riesigen Rutsch bei den Textilien gegeben. Die bereits installierten, neuen Tablare konnten mit rund 200 speziellen Textilstücken belegt werden. So sind jetzt beispielsweise historische Taufhäubchen, Brautkränze, Beginen aus der Gründungszeit der Trachtengruppe Muttenz, sowie die Schausammlung mit historischen Seidenbändern und handgearbeiteten Spitzenbordüren besser zugänglich. Das hat uns schon einen kleinen Schritt in Richtung Schaulager weitergebracht.

In der letzten Schulferienwoche ist dann auch der Abtransport von Grossobjekten aus dem Depot Donnerbaum, leider bei strömendem Dauerregen, über die Bühne gegangen. Am Vormittag hatten Joggi Zumbrunn und Ruedi Bürgin die acht Paletten mit sperrigen Geräten, Gesellentruhen und historischen Schulpulten aus dem Depot unter der Aula zum grösseren Lift in der Mitte des Schulhauses gezogen. Vom Lift aus ging es anstatt durch die davorliegende, aber doppelt verriegelte Türe noch einmal durchs ganze EG wieder zurück zur Eingangshalle. Am Nachmittag wurde dann auf das gratis zur Verfügung gestellte „Lastwägeli“ der Firma Waldmeier Bedachungen aufgeladen und in zwei Fahrten war alles weggebracht. So konnte dieses seit Frühjahr 2014 angefangene Umzugsprojekt nun endlich auch zu unser aller Zufriedenheit abgeschlossen werden.

Bildlegende:
Bild oben links: Umzug - Erst wird gemessen und dann erst passender Nachschub geholt.
Bild unten links: Weiterbildung - Die grossen Ausstellungsflächen im Agrarmuseum Burgrain machen die Besucher neidisch.
Bild rechts: Depoterfolg - Das neue Textil-Regal füllt sich.

Umzug, Weiterbildung Depoterfolg

 

 


Datum der Neuigkeit 18. Okt. 2017