von Barbara Rebmann

Auch in diesem Jahr hat die Arbeitsgruppe Museen (AGM) in der zweiten Aprilhälfte einen Samstagvormittag dem Frühjahrsputz im Bauernhaus gewidmet. Wie jedes Jahr galt es Staub, Spinnweben und Ungeziefer von Oberflächen und aus Ecken und Ritzen zu entfernen, Fenster zu putzen, die Betten frisch zu beziehen und natürlich das Office im alten Schweinestall zu reinigen. Ebenso wichtig war die jährliche Gesundheitskontrolle der Möbel nach allfälligen Schimmelspuren. Zur grossen Erleichterung aller gab es diesmal keinen Befund.

Bei der durch diverse „akute Gebrechen“ reduzierten AGM war das Bedauern gross, als diesmal keine zusätzlichen Putzhilfen aus den Reihen des Fördervereins Museen Muttenz den Weg ins Bauernhausmuseum gefunden hatten. Dafür waren gleichzeitig die Organisatoren des „Eierlääse“ an der Arbeit. Sie stellten ihre Geräte und Vorräte in Stall und Scheunendurchgang ein und waren so am Sonntag bereit für die Wettkämpfe und das anschliessende Braten der Spiegeleier im Oberdorf. Also brachte die AGM das Putzen der ebenerdigen Räume in der darauffolgenden Woche zu Ende. Obwohl beim Frühlingsputz im ungeheizten Bauernhaus kühle Temperaturen üblich sind, war es nach den letzten Nächten mit Minusgraden auch im Haus drin empfindlich kalt. So war diesmal ausdauernde Bewegung zum Warmhalten angesagt und das gemütliche „Gschpröchle“ zwischendurch wurde auf wärmere Zeiten verschoben.

Nach einer kalten und sogar bis in die Niederungen schneereichen Woche wurde am Sonntag, 30. April dann die Bauernhaussaison mit der ersten „Bachede“ aus dem Holzofen offiziell eröffnet. Innert kürzester Zeit waren die von den Stammkunden herbeigesehnten frischen Brote und Zöpfe ausverkauft. Glücklicherweise hatte Petrus ein Einsehen und programmierte auf den Museumssonntag sonniges Wetter und etwas mildere Temperaturen. Obwohl es im Schatten vor dem Bauernhaus noch etwas kühl war, fanden sich doch zahlreiche Gäste in der „Bäsebeiz“ ein. Aufwärmen konnte man sich ja wunderbar mit Schaggi Gysins Spezialmischung im „Kaffi Tschuppeldäni“ und einem Stück „Wääie“ oder dem noch warmen „Buurebrot“ frisch aus dem Holzofen.

Bildlegende:
oben : Ruedi Bürgin beim Abstauben der Flaschen auf der „Hurd“
unten links : Schaggi Gysin widmet sich dem Weinkeller
unten rechts: Der Neuzugang wird durch eine dafür vorgesehene Aussparung auf die Schopfbühne geschoben. Die überlange Holzleiter mit 30 „Seigeln“ (Sprossen) wird dort traditionellerweise auf den Balken der offenen Dachkonstruktion versorgt.

Weinkeller wird gründlich gereinigt

 

 

 


Datum der Neuigkeit 18. Okt. 2017