Barbara Rebmann

Im letzten Museumsbericht war blumig beschrieben worden, dass die drei Vitrinen zur Kirche St. Arbogast und dem Beinhaus zum Museumssonntag im April fertig sein würden. Doch leider entsprach das nicht der Wahrheit, wie einige Museumsgäste feststellen mussten. Der Text für den Muttenzer Anzeiger hatte bereits 2 Wochen vor dem Erscheinungsdatum abgegeben werden müssen und da schien noch alles im grünen Bereich zu sein. Aber etwas später hatten unsere Ausstellungsgestalter auf der Zielgeraden ziemliches Pech. Corona-bedingt waren der Druck der Text- und Bildtafeln als Folge von Lieferschwierigkeiten gestoppt worden. Nun sollte es aber zum Museumssonntag am 30. Mai wirklich klappen.

Im Bauernhausmuseum hingegen lief alles wie geplant. Schon am Samstag zeigte eine weisse Rauchsäule aus dem Bauernhauskamin an, dass der «Holzoofe» zum ersten Mal eingefeuert wurde. Die frischgebackenen Brote und Zöpfe verschwanden am Sonntag innert kurzer Zeit, auch wenn wegen Corona nicht die übliche Möglichkeit der Auswahl bestand. Einige Leute lieben eher die dunkleren Brote, andere suchen heller gebackene. Diesmal nun wurden wegen der Hygienevorschriften die Brote in der Stube abgepackt und konnten nicht aus einem grossen Korb ausgesucht werden. Aber nach der langen Wartezeit haben sie sicher allen trotzdem geschmeckt. Auch die «Bäsebeiz» durfte zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren wieder Gäste bewirten, die Lockerungen waren genau zum richtigen Zeitpunkt erfolgt. Allerdings waren die langen Tische mit maximal vier Personen besetzt und nicht so eng, wie man das üblicherweise von den Museumssonntagen her kennt. Die weit auseinanderplatzierten Tische breiteten sich aus bis zu den Nachbarn links und rechts. Das hat aber der guten Stimmung nicht geschadet, denn alle waren froh überhaupt wieder auswärts einkehren zu können.

Am 30. Mai öffnen wieder beide Museen, das Ortsmuseum von 14-17 Uhr und das Bauernhausmuseum von 10-12 und 14-17 Uhr. Es gelten in beiden Museen und der «Bäsebeiz zum Tschuppel-Däni» nachwievor die gängigen Hygieneregeln. Achten Sie doch auf die weisse Rauchfahne aus dem Bauernhauskamin. Etwas später wird dann auch der Duft des frischgebackenen Brotes durchs Oberdorf ziehen. Der Verkauf des Brotes findet wie gewohnt vor dem Gebäude statt und wir bitten alle, sich beim Warten und Einkehren an die gängigen Abstandsregeln und die Maskenpflicht zu halten.

Rauchender Kamin der kündet vom Einfeuern des «Holzoofe», BAG-konforme Bestuhlung der «Bäsebeiz zum Tschuppel-Däni», Farbprobe in der Vitrine des Ortsmuseums
 

Bildlegende:
oben links:      Der kündet vom Einfeuern des «Holzoofe»
oben rechts:   BAG-konforme Bestuhlung der «Bäsebeiz zum Tschuppel-Däni»
unten:             Farbprobe in der Vitrine des Ortsmuseums