Barbara Rebmann

Während der Sommerhitze hat sich bei den Depotarbeiten der Arbeitsgruppe Museen nicht viel bewegt, hingegen im personellen Bereich schon. Per Ende Juni hatte Franz Näf seinen Rücktritt aus der AGM bekanntgegeben. 1996 war er zur damaligen Museumskommission gestossen. Kurz nach seinem Eintritt wurden im Ortsmuseum die beiden Ausstellungssäle und der Eingangsbereich neugestaltet und Franz musste gleich kräftig beim Malen und Schleppen mitanpacken. Danach hat er sich aber hauptsächlich als Museumsbäcker im Bauernhausmuseum und an der Bratpfanne u.a.  bei den Stuubede-Anlässen engagiert. Seine Ausbildung als Küchenchef der Schweizer Armee war dafür das beste Rüstzeug. Mit seiner Pensionierung im letzten Sommer und der Schliessung seiner Schuhmacherwerkstatt an der Baselstrasse ging auch die beliebte Abgabestelle für historische Museumsobjekte verloren. Da die Inventarisierung in den Depots und die Gestaltung von Ausstellungen nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehörten, wollte er seinen Sitz nun an eine versiertere Person abtreten. Franz wird uns aber weiterhin als Bauernhausbäcker erhalten bleiben und wie bisher das Wirte- und Backteam Lotti und Schaggi Gysin unterstützen. Wir danken Franz Näf im Namen der AGM und aller Bauernhausgäste für den in den letzten 26 Jahren geleisteten Einsatz und die unzähligen wunderschönen Bauernhauszöpfe.

Als Nachfolger für Franz Näf wird nun Philipp Potocki seine im Januar 2021 aufgenommene, freiwillige Mitarbeit bei der Sichtung und Archivierung der unzähligen Papierhaufen und -schachteln ab jetzt als Vollmitglied wahrnehmen. Per 1. Juli wurde er mit allen Rechten und Pflichten in die Arbeitsgruppe Museen gewählt und vom Gemeinderat bestätigt. Bereits bei der bestehenden Sonderausstellung zum Erdrutsch am Wartenberg war er mit seinen digitalen und fotografischen Fachkenntnissen und den geeigneten Kontakten eine grosse Unterstützung bei der Planung und Gestaltung. Auch bei der aktuellen Notfallübung zum Ersatz unserer defekten Depotkamera hat er uns mit seinen Fachkenntnissen die Modellauswahl leicht gemacht. Wir gratulieren Philipp zu seiner Wahl und freuen uns an einer weiteren fruchtbaren Zusammenarbeit.

Weiter ist den Gästen in der «Bäsebeiz zum Tschuppeldäni» und im Bauernhaus sicher aufgefallen, dass die Museumsbäcker eine neue «Uniform» angeschafft haben. Das bisherige weisse T-Shirt hat sich trotz mehlähnlicher Farbe als etwas zu heikel erwiesen. Ob sich die neue weinrote Farbe besser bewährt, wird sich zeigen. Wie auch immer, diese Farbänderung soll jedenfalls die Qualität der «Holzofenbrote und -zöpfe» in keiner Weise beeinflussen.

Die Muttenzer Museen sind am Sonntag, 25. September geöffnet. Das Ortsmuseum mit der Sonderausstellung zum Erdrutsch am Wartenberg 1952 von 14-17 Uhr und das Bauernhausmuseum gleichentags von 10-12 und 14-17 Uhr. Wie gewohnt sind die frischen «Holzoofe-Brote und -Zöpfe» ab 10 Uhr bereit und auch die «Bäsebeiz zum Tschuppeldäni» wartet auf die ersten Gäste.

Am Samstagnachmittag, 15. Oktober 2022 findet von 14-17 Uhr der traditionelle Herbstarbeitstag vor dem Bauernhausmuseum statt. Sonderthema werden diesmal hausgemachte Kinderspiele aus dem frühen 20. Jahrhundert sein.

 

Franz Näf und Phillippe Potocki

Bildlegende:
Oben:   Franz Näf, wie wir ihn kennen, hier an der Bratpfanne anlässlich einer Stuubede beim Bauernhausmuseum
Unten:   Philipp Potocki, der sich schon bestens bei der Archivarbeit bewährt hat.