Damals: Der Höhlebachweg führt zum Hotel/Restaurant Schänzli hinunter,
vor 1950;
Der Fotograf steht bei der Einmündung der heutigen Seminarstrasse in den Höhlebachweg.
Foto: Hansruedi Meier, Frenkendorf
Heute: Gleicher Standort Fotograf 2020
Foto Hanspeter Meier
Damals: Bau der Tramlinie auf Höhe der damaligen Gärtnerei Dobler (rechts). Im Hintergrund fährt ein Tramzug auf der alten Strecke, 1951
Foto: Hansruedi Meier, Frenkendorf
Heute: Etwa gleicher Standort Fotograf 2020.
Foto Hanspeter Meier

 

Nach der Umleitung vor rund 200 Jahren floss der Dorfbach bis zum Bau der Tramlinie offen durch das tief eingeschnittene Bett zur Birs. In alten Plänen wird der Bereich als «Höhli» oder «die Höhle» bezeichnet. Das Flurnamenbuch Muttenz bemerkt zum Namen «Höhli»: Es werden nicht bloss Höhlen im engeren Sinn so genannt, sondern auch Löcher und Einsenkungen.

Die Tramlinie von St. Jakob her überquerte ursprünglich die Birs auf einer schmalen Eisenbogenbrücke, die auch dem Verkehr auf der Kantonsstrasse diente. Die 1921 eröffnete einspurige Tramlinie entlang der St. Jakobsstrasse wurde kurz nach Inbetriebnahme wegen einer Frontalkollision zweier Trams bis zur Haltestelle "Birsfelderstrasse" (heute "Zum Park") doppelspurig ausgebaut.
Am 3. Februar 1951 erhielt das Tram eine eigene doppelspurige Betonbrücke über die Birs, gleichzeitig wurde eine neue Linienführung vom Schänzli bis zum Käppeli von der Kantonsstrasse weg via Höhlebachgraben eröffnet. Zugleich wurde der untere Teil des Höhlebachwegs erstellt. Der obere Teil der Strasse wurde erst Mitte der 1970er-Jahre gebaut, als die Gärtnerei Dobler abgebrochen und die drei Hochhäuser der Baugenossenschaft des Bundespersonals Basel erstellt wurden.

1976 wurde auch die heutige Trambrücke bis zur Station Freidorf erstellt. Mitten auf dieser Brücke wurde eine Haltestelle "Hagnau" eingerichtet, welche die Haltestellen "Schänzli" und "Freidorf" ersetzen sollte. Etwa zwei Jahre lang war sie in Betrieb, danach wurde sie nach Protesten der Trambenützer wieder aufgehoben.

 

Helen Liebendörfer und Hanspeter Meier in Zusammenarbeit mit den Museen Muttenz
Weitere Einzelheiten findet man unter Bahnhof - Station.