Ansichtskarte um 1920
Das Gebäude links liegt an der Rheinfelderstrasse
Foto: Museen Muttenz, CC BY-SA 4.0
An dieser Stelle stand der Rothaushof Juni 2021
Foto Hanspeter Meier
 
Lage des Bauernhofes
in früheren Siegfriedkarten waren noch Reben gegen den Rhein zu eingetragen.
Siegfriedkarte, 1939
Karte: www.swisstopo.ch
 

 

Das Rote Haus
Das Rote Haus wird zum ersten Mal im 14. Jahrhundert erwähnt. Der Legende nach geht das einsam am Rhein gelegene Gut auf römischen Ursprung zurück und war damals eine Herberge an der alten Rheintalstrasse von Augst nach Basel.

Das alte Kloster
1421 erhielt der Orden der Pauliner von Hans Thüring Münch von Münchenstein, dem Inhaber der Herrschaft Muttenz, die Erlaubnis, den Hof zum Kloster auszubauen. Kurz vor der Reformation hob man das Kloster auf.
1817 entstand im mittlerweile zum herrschaftlichen Landsitz ausgebauten Gut die erste Brauerei der Landschaft Basel. 1836 wurde unter dem Landstück ein grosses Salzlager entdeckt. Die Klosteranlage wurde 1840 abgebrochen; nur ein Stück der Zinnen bewehrten Westmauer ist bis heute erhalten geblieben.

Im 20. Jahrhundert
1906 kaufte die Christoph Merian-Stiftung das Gut. Zwei Jahre später war die Familie Gerber Pächter des Hofes. Der Pachtbetrieb war rund 55 ha gross. Ab 1920 verkaufte die Merian-Stiftung immer wieder Parzellen an die Firmen Geigy AG, Sandoz AG und Säurefabrik Schweizerhall. Deshalb verlor der Bauernhof immer mehr Kulturland, bis der Hof 1971 aufgegeben werden musste. Damals betrug das Kulturland gerade noch rund 8 ha!

Bauernhof Rothausgut - Rothusguet

 

 
 
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