ohne Jahr, mit Miststock und Bauerngarten
Museen Muttenz, Lizenzbedingungen CC BY-NC-SA 4.0
Gleicher Standort 2021
Foto Hanspeter Meier
Fenster aus dem Keller mit Eisengitter
Foto: Museen Muttenz, CC BY-SA 4.0
Almosensteine
Foto Hanspeter Meier

 

Kernteile des Hauses stammen aus dem 15./16.Jh. Im Bereich des Wohnteils hat sich einst ein gemauertes Balkenfundament befunden, welches nach Quellenrecherchen des Besitzers möglicherweise aus der Zeit vor 1533 stammt (nach Dorfinventar 2001).
Die Geispelgasse bot, im Gegensatz zum Oberdorf, in welchem der Dorfbach floss, genügend Platz für einen Bauerngarten vor dem Haus.

Adresse für Almosenbettler
Das Bauernhaus besitzt an der Südecke seltsam grosse Steinkugeln. Sie werden in der Bauernhausforschung «Mure Beeri» genannt. Manchmal wird ihre Funktion als Fruchtbarkeitssymbole oder Abwehr von bösen Geistern verstanden. Wir finden sie in der Region bei alten Steinbauten, welche vermutlich vom Zehnten befreit waren, so dass man hier um Almosen betteln konnte.

Kerker
In diesem Bauernhaus wohnte im 18. Jh. Johannes Lützler. Als Untervogt war er für die niedere Gerichtsbarkeit (zum Beispiel Diebstahl) zuständig. Das Haus verfügte offenbar über einen Kerker, denn beim Umbau 1996 fand man im Keller ein eichenes «Fenstergerämse » mit starkem Eisengitter.

aus: Karl Bischoff, Muttenz, Geispelgasse 6, Baselbieter Heimatblätter 1, Liestal 2002

Helen Liebendörfer und Hanspeter Meier in Zusammenarbeit mit den Museen Muttenz
Weitere Einzelheiten findet man unter Geispelgasse 6

 

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