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Das Gebiet von Muttenz war bereits in der Römerzeit dicht besiedelt. Mindestens drei römische Gutshöfe sind bisher bekannt. Die grösste und bekannteste Anlage befand sich in der Flur Feldreben, wo der Basler Altertumswissenschaftler Karl Stehlin in den Jahren 1910–1913 erste Mauerzüge freilegte. Ein weiterer römischer Gutshof befand sich im Bereich der Kirche St. Arbogast, unter dem heutigen Ortskern. Von dieser Anlage, aus der das frühmittelalterliche Dorf Muttenz entstand, ist bisher erst wenig bekannt. Schliesslich befindet sich im Bereich des Brühlwegs eine dritte römische Anlage. Sie wurde sogar noch früher entdeckt als die Villa Feldreben, nämlich bereits 1892 durch den Historienmaler Karl Jauslin.

Die Villa im Brühl ist vermutlich im früheren 1. Jahrhundert nach Christus erbaut worden sein. Die gefundenen Münzen reichen bis ins 4. Jahrhundert und belegen, dass offenbar der Gutshof wie auch die Villa Feldreben die unsichere Zeiten der 260-/70er-Jahre überlebten.

Im Juli 2010 wurde am Brühlweg beim Bau eines Einfamlienhauses die Villa Brühl nochmals archäologisch untersucht.