Das Bauernhaus Prattlerstrasse 5 wurde 1878 gebaut.  Es ist heute das einzig übrig gebliebene Bauernhaus an der Prattelerstrasse.

Heute ist im Gebäude das Katzenheim des Tierschutzbundes untergebracht (Baudetails)

 

Vorher-Nachher

before
after
  • Warteckkreuzung 1909Warteckkreuzung 1909
  • Warteckkreuzung 2016Warteckkreuzung 2016
  • PrattelerstrassePrattelerstrasse
  • Haus 2016Haus 2016

 

Ausschnitt aus Zonenplan von 1950

 

Urkundlich wird die Liegenschaft an der Hauptstrasse 22 im 16. Jh. zum ersten Mal erwähnt als «Behausung mit Scheune und Stall» Das Haus ging in den kommenden Jh. an verschiedene Eigentümer über, meistens warem es Handelsleute aus Basel wie Daniel Bruckner; ein Regitrator und Grossrat in Basel, der die Liegenschaft am 27. Juli 1761 an Samuel Hagenbach, Handelsmann und Grossrat in Basel, verkaufte.

Das jetzige Bauernhaus wurde 1754 erstellt.

Am 25. Jamuar 1883 kauft Georg Pfirter-Hammel, Betreibe des Steinbruchs Sulzchopf, die Liegenschaft. Er erstellte vor dem Haus eine 20-Tonnen-Brückenwaage.  Hier wurden die Fuhrwerke aus dem Weg vom Steinbruch Sulzchopf nach Basel gewogen. Im Jahr 1883 wurde im Parterre des Wohnhauses eine Wirtschaft eröffnet.

 

1921 kaufte Rudolf Meyer die Liegenschaft.

Im Jahre 1944 brannte das Wohnhaus mit Wirtschaft ab. Ursache war ein Kurzschluss. Beim Wiederaufbau wurde noch ein Stock höher gebaut, man dachte damals vor allem ans Praktische und die Bauvorschriften kamen erst später. Auch wurde die Brückenwaage auf 30 Tonnen erweitert um auch die aufkommenden schwereren Lastwagen zu bedienen.
Ein Grossauftrag für die Brückenwaage war vermutlich 1950 als in Blotzheim die erste Teerpiste entstand. Damals wurde der Teer von der STIAG in Pratteln über die Waage hier nach Blotzheim gefahren. Auch waren die beiden Muttenzerfirmen Florin und CTW sowie andere Unternehmen gute Kunden der Brückenwaage.
Mit der Zeit schafften sich diese Firmen eigene Waagen an, so dass der Ertrag der Waage die jährlichen Eichkosten nicht mehr decken konnte. 1978 verabschiedete man sich von der Brückenwaage. Sie wurde in eine Gemeinde im Kanton Aargau verkauft.

Schon 1978 wurde im rechten Teil der alten Scheune, im Schopfteil, ein kleiner Laden eingebaut. 1982/83 wurde die Waage so umgebaut, wie sie heute erscheint. Die Wirtschaft wurde in den mittleren Teil, wo vorher die Scheune stand, verschoben. Im Parterre des Wohnhauses wurde an Stelle der Wirtschaft ein Laden erstellt.

 

  • In den 1930er-JahrenIn den 1930er-Jahren
  • nach dem Brand von 1944nach dem Brand von 1944
  • 19741974
  • Häuserzeile Hauptstrasse 20-22Häuserzeile Hauptstrasse 20-22
  • FlugbildFlugbild
  • 20092009

© Fotos/Text Barbara Sorg, Hanspeter Meier, Muttenz und Ruth Auer Bielser u. Bielser Eduard (-Auer), Muttenz

 

2012-08-23 10:36:21

Das für Muttenzer Verhältnisse grosse Bauernhaus stammt vermutlich aus dem 17. Jahrhundert.

Das Bauernhaus besitzt wie fast alle Muttenzer Bauernhäuser keinen Eingang an der Hauptstrasse, auch nicht über das Tenn, sondern über einen separaten Eingang an der Giebelseite.

Im 19. Jahrhundert wurden im Wohnteil grössere Fenster eingebaut. Die Giebellaube mit der Bretterverschalung stammt aus der gleichen Zeit.

Unter Schutz gestellt am 6. Juli 1976

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Vorher-Nachher

before
after
  • 1-alt-muttenz1-alt-muttenz
  • 2-neu-muttenzP10901452-neu-muttenzP1090145
  • 3-Flugaufnahmen_Hauptstrasse_20_223-Flugaufnahmen_Hauptstrasse_20_22
  • 4-hauptstrasse_22-204-hauptstrasse_22-20
  • 5-hauptstrasse_20-18-165-hauptstrasse_20-18-16
  • 6-hauptstrasse_20-186-hauptstrasse_20-18
  • 7-hauptstrasse_20-vor19707-hauptstrasse_20-vor1970
  • 8-hauptstrasse_20-18-nach Renovation8-hauptstrasse_20-18-nach Renovation
  • 9-P10101139-P1010113

© Fotos Barbara Sorg, Hanspeter Meier, Muttenz und Museen Muttenz

Das ehemalige Bauernhaus liegt im oberen Teil der Hauptstrasse auf der Ostseite und gegenüber den übrigen Häusern dieser Seite etwas zurückgesetzt. Gemäss der Jahreszahl 1849 im Scheitelstein des ehemaligen Scheunentors ist das Haus damals neu erbaut worden, doch scheint es, dass noch ältere Bauteile verwendet worden sind.

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  • 1_hauptstrasse_241_hauptstrasse_24
  • 2_hauptstrasse_24-Seite2_hauptstrasse_24-Seite
  • 3-P10101193-P1010119

© Fotos Barbara Sorg, Hanspeter Meier, Muttenz und Museen Muttenz

Das Bauernhaus No. 16 aus dem 17. Jahrhundert besitzt gotische Fenster im Erdgeschoss und eine spitzbogene Stalltüre. Im Jahr 1975 wurde das Gebäude umgebaut. Gleichzeitig wurde des Bauernhaus No. 18 in den Bau einbezogen. Das Haus 18 war ein Kleinbauernhaus mit untypisch rechteckigem Scheunentor.

Auch hier wurden durch die Umnutzung nur die Ökonmieteile anders genutzt. Die Wohnteile blieben als solche erhalten.

  • Hauptstrasse 16Hauptstrasse 16
  • Hauptstrasse 18Hauptstrasse 18
  • Hauptstrasse 18Hauptstrasse 18
  • Hauptstrasse 18Hauptstrasse 18
  • vor der Renovationvor der Renovation
  • während dem Umbauwährend dem Umbau
  • Nach dem UmbauNach dem Umbau
  • Eröffnung 1975Eröffnung 1975
  • BankfilialeBankfiliale
  • GeschäftshausGeschäftshaus

© Fotos Barbara Sorg, Hanspeter Meier, Muttenz und Museen Muttenz

Der Kantonale Denkmalpfleger, H. R. Heyer, hält 1997 fest:
"Die neue Filia der Schweizerischen Kreditanstalt in Muttenz sprengt einerseits die Grenze der bisher üblichen Bankbauten und zugleich jene der traditionellen Denkmalpflege"....
"Denkmalschutz wird jedoch keineswegs zum Fassadenschutz, wie dies in Mutten für die beiden zu einer Bankfiliale umgebauten Bauernhäuser behauptet werden könnte. Es sei hier festgehalten, dass die Wohnteile der beiden Bauernhäuser weiterhin als Wohnungen verwendet werden. Einzig die Ökonomieteile erhielten neue Funktionen. Hier sind denn auch grössere Veränderungen vorgenommen worden; allerdings ohne den historischen Charakter der Gebäude aufzugeben."