Bauphasen

 
Plan Archäologie Baselland

 Legende    
    Kapelle des 8. -10. Jh.
    Erweiterung um das Jahr 1000
    Frühromanische Kirche um 1100
    Hochromanische Kirche um 1200
    spätere Umbauten, Hinweis: Hinter dem Chor ist noch der 1972 abgerissene Orgelanbau sichtbar

 

2. Hälfte 12. Jh.
bis um ca. 1200
  Quader-Vorchor mit Apsis (diese wohl als ältester Teil); mit Gewölbe; vermutlich mit kleinem Rundbogenfenster
nach E und verschwundenem (zentralem?) Südfenster. Sehr wahrscheinlich an altes Schiff angebaut.
wahrscheinlich
1200-max. 1356
  Schiffsbau, kontinuierlicher Ersatz der alten Schiff-N-Wand, teilweise im Verband mit Vorchor/Turm, Nordmauer auf 2/3 der Länge; vermutlich
mit kleinen Rundbogenfenstern (vgl. Chor-Schulter N)
1280 -1330   Propheten-Medaillons an der Turm- und Vorchorsüdwand inkl. ältester Arbogast an der Turmwand.
1356
Erdbeben
  Apsis: vermutlich zerstört
Kalotten: beschädigt
Vorchor-Süd: Aussenhaut gegen S vermutlich zerstört.
Triumphbogen: Aus einanderklaffen, S-Wand nach S.
Turm + N-Wand Schiff: teilweise beschädigt
nach 1356 bzw.
Neubauten
um 1370 durch
Münch/Löwenberg
  Abbruch der Apsis; Neubau neues Altarhaus (Rechteckchor) mit Apsis-Spolien in den Chor-Ecken und Medaillon-Spolien aus dem Vorchor. Reparatur der
Gewölberippen (Münch/Löwenberg); gleichzeitig mit neuem Rechteckchor wahrscheinlich doch auch Gewölbe. Notwendigerweise hypothetisches grösseres
Südfenster im Vorchor (wahrscheinlich zentral), welches das Medaillon zerstört. Die Aussenhaut SamVorchor wird mit restlichen Quadern neu aufgebaut
und ausgeglichen; der Südmauerfuss aussen östl. am Vorchor sowie der Stützpfeiler aussen fallen weg. Fortsetzung des Schiffbaues (gegenwärtige
Höhe minus 1,5 m) mit je 3 kleinen spitzbogigen Fenstern im S und N. Ohne Decke (sonst Konflikt mit Triumphbogen!).
(1420/30)
eher letztes Vier-
tel 14. Jh.
  Nach Heyer Christuskopf im Kreuzgewölbe des Quadratchores sowie Sakramentshäuschen. Ersterer könnte älter, letzteres jünger sein:
Gewölbe im Quadratchor hat ähnliche Rippen wie S- und N-Fenster. Gewölbe und Fenster dürften jedoch kaum (siehe oben) später als das Chor selbst entstanden sein.
1430/50   Südfenster im Vorchor nach E versetzt weil: Altar nach E verschoben, Schiffsniveau im Vorchor nach E gezogen; Nische im Schiff N; kleine Fenster im Schiff dauern an. Verlängerung östlichstes Fenster im Schiff S nach unten.
Um 1450   Erhöhung des Schiffes um 1,5 m (auf jetzige Höhe); Einbau von je einem Fenster S und N im Schiff; Beibehaltung des östlichsten Südfensters.
1504   Datierte Holzdecke
1507   Datierte Ausmalung, Hauptteil der jetzt sichtbaren Fresken: unten Jünger mit Spruchbändern (Credo) plus Rahmenbilder und Jüngstes Gericht. Spitzbogiges Fenster Westwand; kleine Empore.
Reformation   Sämtliche Fresken plus Nische übertüncht.
1630   "Zweipass" Westwand; je 2 Fenster Schiff S und N mit Rollwerk und Sprüchen; Fenster S Vorchor; evtl. Fenster Chor E; Holzsturz in der Türe Schiff S (ursprünglich vermutlich nacherdbebische Lanzettform).
1756   Ochsenaugen in den Wänden W nördlich, N und S.
Emporenvergrösserung; Ausbruch N-Wand Schiff E für Seitenempore.
1805   Orgeleinbau bei Innenrenovation der Kirche, neuer Altar
1880   Jetziges Hauptportal; Ochsenauge S in Westwand; Türen N und S ganz östlich; Rundfenster S-Wand östlich.
1913   Wiederaufbau des nördlichen abgebrannten Torturmes.
1923   Renovation der Kirche Bau einer pneumatischen Taschenladenorgel durch Orgelbau Kuhn AG, Männedorf, mit 16 klingenden Registern auf 2 Manualen und Pedal.
1926   Bau einer pneumatischen Taschenladenorgel durch Orgelbau Kuhn AG, Männedorf, mit 16 klingenden Registern auf 2 Manualen und Pedal.
1973 - 75   Renovation, Freilegung der Fresken, Entfernung der farbigen Kirchenfenster,
Bau einer neuen Orgel auf der Westempore durch Orgelbau Neidhart & Lhôte, St. Imier, mit 26 klingenden Registern auf 2 Manualen und Pedal. Abriss der alten Orgel und des Orgelanbaus.
    Ewald, 30. April 1975, ergänzt