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Trinkwasseranreicherung im Hardwald

Die Stadt Basel litt im Sommer 1947 unter Wassermangel. Der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges liess den Wasserbedarf ansteigen, während das trockene Wetter den Grundwasserstand absenkte und die Quellschüttungen zurückgingen. In der Folge untersuchte das damalige Gas- und Wasserwerk Basel (heute IWB) verschiedene Möglichkeiten, wie das fehlende Trinkwasser in Zukunft beschafft werden könne. Es wurde die direkte Aufbereitung von Rheinwasser, die Herleitung von Seewasser – beispielsweise aus dem Vierwaldstättersee – und die Anzapfung von weit entfernten Grundwassergebieten geprüft.

Von 1950 an wurden die Grundwasserverhältnisse in der Muttenzer Hard systematisch untersucht. In der Folge wurde 1955 die Hardwasser AG mit Sitz in Pratteln gegründet. Seither lässt man in der Hard Rheinwasser in den Niederterrassenfeldern des Hardwaldes versickern. Bei der Versickerung durch die Schotter wird das Rheinwasser natürlich gereinigt.

 

Versickerungsweiher und - graben für die Reinigung des Trinkwassers
© Foto Hanspeter Meier, Muttenz, 11.05.2015

Auch die Gemeinde Muttenz bezieht Trinkwasser aus der Hard. Für die Sauberkeit des Trinkwasser hat die für Europa einzigartige Dreistufige Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) Obere Hard 2017 ihren Betrieb aufgenommen. Sie wird 80 Prozent des Muttenzer Wasserbedarfs decken.

Trinkwasser-Filteranlage der Gemeinde Muttenz, Obere Hard, 3.8.2018
© Foto Beat Ernst, Basel