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Der Flussübergang im 19. Jh.

Übersichtsplan Hofer 1820/22: Früher-Heute

1820
2020

Übersichtsplan 1:5000 des mehreren und minderen Stadtbanns von Basel. Die Vermessung basiert auf einer von J.H. Hofer eigenhändig durchgeführten Triangulation. Der Plan entstand aus der Reduktion seiner Katasterpläne (Grossbasel, 1820; Kleinbasel, 1822).
Rechts im Bild ist der projektierte Birsverlauf (heutige Birs) im Rahmen der Birskorrektur eingezeichnet.
Quelle: map.geo.bs.ch

 

Bann von Muttenz, Section F, Feld Reben, Schanz Acker, im Birs-Boden, in der Hagenau und Scheuer Rayn, 1830 - 1840, Philipp Jacob Siegfried, Geometer
Staatsarchiv Baselland, STABL_KP_5003_1171_f, Ausschnitt

 

Aus den Lebenserinnerungen von Jakob Christen

Seit der Wegschwemmung des Birssteges am 2. Sept. 1881 hatte ich im Verein mit andern Bürgen von Muttenz mich darum bemüht, dass anstatt eines Steges eine Fahrbrücke erstellte werden solle. Die Notbrücke von Birsfelden wurde abgetragen und davon die Fahrbrücke nach St. Jakob erbaut. Am 14. Juni 1883 wurde sie eingeweiht, wonach von den Mitwirkenden bei mir ein kleines Festessen eingenommen wurde. Ich habe auf der Brücke die Inschrift angebracht:

Als Steg war ich manchem ärgerlich
Auch wankelmütig fand man mich
Die Birs selbst riss micht oft zu Schanden
Drum bin als Brugg ich jetz erstanden.

Der Indianersteg, der euch so oft verdrossen
Sein schiefes Dasein hat er nun beschlossen
Ich Brücke biete nun Willkomm der Stadt, dem Land
Frisch über mich hinweg, ich halte Stand.

Ich wurde ein wenig abseits gestellt
Doch nicht weil man mich für verächtlich hält
Ich bin eben nur das Provisorium
Der Ehrenplatz bleibt dem Devinitivum.

Zum Bau von dieser nöt'gen Brücke
Hat Muttenz, Basel, STadt und Land
Sich dargereicht die Freundeshand
Wo solch Kräfte' vereint nur walten
Wir sich die Strasse auch gestalten
Als ein die Bachbarn ehrend Band.

 

Am Mittwoch, 2. März 1887 wurde die Frequentierung der Birsbrücke bei St. Jakob gezählt und ergab: