Das Bauernhaus gehörte um 1900 Gemeindepräsident Jakob Eglin-Pfirter (1850-1922). Das Bauernhaus bestand aus Wohnhaus und angebautem Tenn/Stall.

Das Bauernhaus 1904/1905 mit Familie Eglin-Pfirter
Museen Muttenz, Lizenzbedingungen CC BY-NC-SA 4.0

Im kleinen Gebäude am Strassenrand bestand eine Handlung, ein Lädeli. Dieses Häuschen gehörte der Familie Ludishauser.

 

Haus Nr. 9 auf dem Plan von G.F. Meyer, 1678
Karte Staatsarchiv Baselland

Im Haus war damals auch der Polizeiposten untergebracht (Schild!) und auf dem Dach gab es ein Storchennest
Museen Muttenz, Lizenzbedingungen CC BY-NC-SA 4.0, Ausschnitt

J. Eglin-Pfirter trat der Milchgenossenschaft 1910 die Scheune/Stall ab. Ebenfalls wurde das Häuschen Ludishauser von der Milchgenossenschaft gekauft und abgebrochen. Im gleichen Jahr wurde dann das Milchhüsli gebaut.Gleichzeitig wurde der mittlere Teil des Ökonomiegebäudes abgerissen und eine Milchannahme mit Rampe gebaut. Nach dem Tod von Pfirter 1922, verkauften die Erben auch das Wohnhaus an die Milchgenossenschaft. Dort wurde in der Folge der Laden des Milchhüsli neu eingerichtet.

Nach dem ersten Umbau 1923: links Laden, Mitte Anlieferungsrampe, rechts Milchhüsli.
Foto: Broschüre «50 Jahre Milchgenossenschaft Muttenz, 1910-1960»

Vor dem Umbau 1965: Die Scheune vom Bauernhaus Hauptstrasse 15 (rechts, MaZ vom 21.1.2022) diente als Garage.
Foto: Broschüre «Zum 75jährigen Bestehen der Milchgenossenschaft Muttenz, 1985»

Bei grossen Umbau von 1965 wurde der Milchhüsliladen in den Neubau (rechts) verschoben. Das Milchhüsli wurde abgerissen. Der alte Laden wird seither als Coiffeursalon genutzt.

Erst 1991 wurde der Mittelbau durch ein Wohnhaus mit Laden einer Zoohandlung ersetzt.


Die Häuserzeile heute.
Foto: Hanspeter Meier, 2021