1950 1950
um 1910 (Poststempel 1919)
Foto Museen Muttenz, Lizenzbedingungen CC BY-SA 4.0

Foto: Hanspeter Meier

1950

Ausschnitt: um 1910 war der linke Hausteil ein reines Wohnhaus mit Garten vor dem Haus.

Nutzung der Häuser

Damals (auf Foto von 1910) Gestern Heute (auf Foto von 2021)
87: Wohnteil Bauernhaus Bijouterie/Uhren, Haushaltsgeschäft Bressan Blumengeschäft Atelier des Fleurs
89: Scheune/Stall   Hersberger
91: Bauernhaus Bäckerei Rieder, div. Coiffeursalons Beerdigungsinstitut
93: Spenglerei Adolf Häusermann   Schuhmacher
95: Colonialwarengeschäft Meyer  Uhrenladen Imhof Stoffladen

Übersichtsplan Sektion A, 1918
Bauverwaltung Muttenz

1950
Zeitweise beherbergte der  Laden das Uhren- und Bijouteriegeschäft C. Monbaron.
Foto Museen Muttenz, Lizenzbedingungen CC BY-SA 4.0, o.J.
Die Gebäulichkeiten 2021
Foto: Hanspeter Meier

Bauernhaus 87/89
Der Bauernhof mit Wohnhaus (Nr. 87) und Stall/Scheune (Nr. 89) gehörte dem Viehhändel Weiler, welcher ca. 1930 in Konkurs ging.
1933  kaufte eine Familie Sieber das Areal mit dem Wohnhaus für 90‘000.-
Ernst Hersberger, der Vater von Richard Hersberger, mietete sich damals in die Scheune und den Stall ein.
1934 wurde die Scheune und der Stall samt Land von Hersberger für 29‘000.- erworben. 1995 kaufte Richard Hersberger auch das Wohnhaus.

In diesem Wohnhaus wurde im Laufe der Zeit ein Laden eingebaut, der verschiedne Geschäfte beherbergte. So gab es das Uhren- und Bijouteriegeschäft C. Monbaron, später das Haushaltgeschäft Bressan. 1995 wurde es von Hersberger gekauft.
Heute befindet sich dort das Blumengeschäft Atelier des Fleurs.

1937 baute der Bottminger Architekt Ernst Bühler ein dreigeschossiges, sechsachsiges Wohn- und Geschäftshaus für Ernst Hersberger. Dort war das Geschäft sowie die Polsterei und Teppichlegerei untergebracht. Bis 1984 arbeiteten dort 29 Personen.

(zusammengefasst nach einem Gespräch mit Richard Hersberger, 2021)

Der Brunnen vor dem Haus wurde im Rahmen einer Strassensanierung und Bau der Post vor das Postgebäude versetzt. Auf dem alten Bild von 1910 existiert noch ein Garten vor dem Haus, später nur noch neben dem Haus. Heute ist er nach verschiedenen Sanierungen auf eine kleine seitliche Rabatte reduziert worden.

1962 bauten die Basler Architekten Förderer, Otto, Zwimpfer einen zweigeschossigen Erweiterungsbau (Ausstellungsgebäude mit Werkstatt) auf der Westseite. Der Flachdachbau in Sichtbeton schliesst direkt an einen Holzschopf der Liegenschaft Nr. 87 an. Die Architektur wird dem sogn. Brutalismus ("béton brut": Katholische Kirche) zugeordnet.

Taunerhaus 91 (?)

Das Haus Nr. 91 könnte von der Grösse her ein Taunerhaus gewesen sein. Später zog die Bäckerei Rieder ein. Eine zeitlang waren verschiedene Coiffeursalons tätig. Heute finden wir dort ein Beerdigungsinstitut.

Noch ein Hinweis zum Haus 93: Dort war die Spenglerei Adolf Häusermann angesiedelt. Aus diesem Geschäft entwickelte sich die Jauslin AG.