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Die Schweizerischen Rheinhäfen und ihre Bedeutung heute

Die Schweizerischen Rheinhäfen konnten im Jahre 2007 im Bereich «Landwirtschaftliche Erzeugnisse/Nahrungs- und Futtermittel» eine grosse Mengenzunahme von 29 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Auch die Importe von festen mineralischen Brennstoffen nahmen um 53 % zu. 9 % mehr Stahlprodukte trafen ein und 67 % Waren wurden mehr auf Schiffe verladen. Ein Rekordergebnis wurde beim Containerumschlag erreicht. Erstmals wurden über 100 000 TEU (twenty foot equivalent unit) umgeschlagen, genau 104 366 TEU, was einer Zunahme gegenüber 2006 von rund 18,6 % entspricht. Dieses Ergebnis wurde sowohl durch den Export als auch durch den Import erreicht. Damit haben die Schweizerischen Rheinhäfen ihre Position als grösste Container-Umschlagsdrehscheibe in der Schweiz gestärkt, wobei auch in Zukunft mit einem starken Wachstum des Containerverkehrs auf dem Rhein gerechnet wird. Die Importe von flüssigen Treib- und Brennstoffen verzeichneten im Jahre 2007 einen Rückgang von 10 %. da sich der Verbrauch von Heizöl in der gleichen Zeit ebenfalls verringerte. Insgesamt ist eine Veränderung im Gütermix festzustellen, indem der Containerumschlag zunehmend, hingegen die Nachfrage nach Mineralölerzeugnissen abnehmend ist. Das Umschlagsvolumen stieg gegenüber 2006 um 5,3 % auf 7 108 230 Tonnen, davon schlug der Auhafen Muttenz ungefähr 25 % um. Im Hafenbetrieb der Schweizerischen Rheinhäfen waren 2006 1 694 Arbeitskräfte beschäftigt.

Die Schweizerischen Rheinhäfen leisten einen Beitrag an ein ökologisch nachhaltiges Verkehrssystem. In den basellandschaftlichen Rheinhäfen lag im Jahre 2006 der Anteil der umgeschlagenen Güter, die  landseitig per Bahn weitertransportiert werden, bei 61,1 %.

Durch die Schweizerischen Rheinhäfen wird die Verbindung mit dem Meer hergestellt und somit die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Landes  besser gewährleistet. 13 % der schweizerischen Importe  werden über den Rhein abgewickelt. Der kleinste Teil der umgeschlagenen Güter bleibt aber in der Region. So fliessen ungefähr 70 % der Güter ins Mittelland und circa 20 % weiter nach Italien. Dies  unterstreicht die volkswirtschaftliche Bedeutung der Schweizerischen Rheinhäfen für die Nordwestschweiz, die Wirtschaftszentren der restlichen Schweiz, aber auch im internationalen Rahmen.

Hafenplan Birsfelderhafen (pdf)

Netzplan der Hafenbahn Birsfelderhafen (pdf)

aus: Muttenz zu Beginn des neuen Jahrtausends, 2009, S. 172-177, Stefan Raaflaub und Patrick Thum