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Eine Fähre zwischen Muttenz und Grenzach bestand schon sehr früh.

Früher-Heute

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Fähre in der Au, 04.09.1906, Grenzach vom linken Ufer aus (Rheinhäuser) Staatsarchiv Basel-Landschaft
2015, Foto: H.P. Meier, Muttenz

 

Zwischen dem Weiler Bertlikon, dem heutigen Rheinhäuser von Grenzach, und dem linksrheinischen Ufer bestand schon im 14. Jh. eine Fährverbindung. Die Fähre besass bis 1865 keine Drahtseilverbindung. Historische Quellen belegen, dass im 18. Jh. (1737) die Grenzacher Fischergesellschaft, welche zu den «Rheingenossen» gehörte, die Fähre als Lehen besassen.


 

 

 

 

 

 

Fussweg von Muttenz zur Fähre

Schon in der Karte von Siegfried 1830/40 ist ein "Fussweg Grenzach" eingezeichnet.
Rund 50 Jahre später lässt sich der Fussweg genau in der Karte von 1882 verfolgen: Er geht die heutige Alte Bahnhofstrasse runter zur damaligen Station, genau genommen zur Wirtschaft Station, überquert dort das Bahngeleise und führt mehr oder weniger gradlinig zur Fährstation.

Der Fussweg, eingezeichnet im Geometrischer Plan des Banns der Gemeinde Muttenz, Karte von Philipp Jacob Siegfried, Geometer, 1:5000, 1830-1840 Karte Siegfried, 1882 
Der Fussweg, eingezeichnet im Geometrischer Plan des
Banns der Gemeinde Muttenz,
Karte von Philipp Jacob Siegfried, Geometer, 1:5000, 1830-1840,
Staatsarchiv Kanton Basel-Landschaft, KP 5003, 1171 i
Karte Siegfried, 1882
Quelle: www.swisstopo.ch

 

Muttenz Station, rechts Gartenwirtschaft, im Hintergrund Bahnübergang mit Barriere, 12.10.1909 Hier führte der Fussweg der Pendler durch den Hardwald zur Fähre nach Grenzach.

Muttenz Station, rechts Gartenwirtschaft, im Hintergrund Bahnübergang mit Barriere, 12.10.1909
Hier führte der Fussweg der Pendler durch den Hardwald zur Fähre nach Grenzach.
Staatsarchiv Baselland, VR 3317


 

 

 

 

 

 

 

Diese Fähre bestand schon lange. So wird im 14. Jh. eine Fährverbindung erwähnt, welche zwischen dem Weiler Bertlikon, dem heutigen Rheinhäuser von Grenzach, und dem linksrheinschen Ufer bestand. Die Fähre besass bis 1865 keine Drahtseilverbindung.
1910 wurde bemängelt, dass das Herabhängen (Durchhängen) des Drahtseiles eine Gefahr für die Durchfahrt grösserer Schiffe sowie die Flösserei sei, ebenso für die Fischer, welche in der Nacht die Stelle passieren würden. Beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 wurde der Betrieb der Fähre eingestellt. Erst 1925 wurde der Fährbetrieb wieder aufgenommen. Wegen dem Bau des Auhafens und der Ausbaggerung des linksseitgen Rheinbettes wurde 1938 der Fährbetrieb eingestellt. 1957 wurde noch einmal der Versuch unternommen, mit einer Motorfähre die alte Tradition erneut fortzusetzten. Die Fähre fuhr jetzt folgende Route: Grenzach-Waldhaus-Grenzach-Rheinufer Wyhlen bei der Suttergrube-Schweizerhalle-Wyhlen-Grenzach. aber auch dieser Versuch endete mangels genügenden Besuchern 1966.

Das originale Seil aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg soll noch immer verrostet im Rhein liegen.

Betriebszeiten Fähre

1879 April bis September 4 Uhr morgens bis 22 Uhr
  Oktober bis März 5 Uhr morgens bis 21 Uhr
1925   6 bis 8 Uhr und 15 bis 18 Uhr (Werktage)
6 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit (Sonn- und Feiertage)
1928 1. Mai bis 31. Oktober 6 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit (Werktage)
sonst gilt die Regel von 1925
1931 November bis März 6 bis 9 Uhr und 14 bis 19 Uhr (Werktage)
sonst Regel von 1925 und 1928

 

 

Fähre in der Au, 04.09.1906, Grenzach vom linken Ufer aus (Rheinhäuser)
Fähre in der Au, 04.09.1906, Grenzach (Rheinhäuser) vom linken Ufer aus
Staatsarchiv Basel-Landschaft

Die Fähre mit Sonntagasausflüglern oder einer Hochzeitsgesellschaft an der Muttenzer Anlegestelle in der Au beim "Waldhaus". Gegenüber die Grenzacher Rheinhäuser.

Die Fähre mit Sonntagasausflüglern oder einer Hochzeitsgesellschaft an der Muttenzer Anlegestelle in der Au beim "Waldhaus". Gegenüber die Grenzacher Rheinhäuser.
Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. / http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-1990-01, H 4688,fm

Die Fähre in der Nähe des Grenzacher Stegs bei den Rheinhäusern

Die Fähre in der Nähe des Grenzacher Stegs bei den Rheinhäusern
Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. / http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-1990-01, H 4688,fm

Rheinfähre bei Grenzach rechtes Ufer, Grossherzoglicher badischer Wasser- und Strassenbauinspektor Heinrich Kayser, 04.09.1906

Rheinfähre bei Grenzach rechtes Ufer, Grossherzoglicher badischer Wasser- und Strassenbauinspektor Heinrich Kayser, 04.09.1906
Staatsarchiv Basel-Landschaft

Bei Grenzach (Rheinhäser), rechtes Ufer, 04.09.1906

Bei Grenzach (Rheinhäser), rechtes Ufer, 04.09.1906
Staatsarchiv Basel-Landschaft

Bei Grenzach (Rheinhäser), rechtes Ufer, 04.09.1906

Bei Grenzach (Rheinhäser), rechtes Ufer, 04.09.1906
Staatsarchiv Basel-Landschaft

2015

2015
Foto: H.P. Meier, Muttenz