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Geschichte Tram 14 ab 1920

Basellandschaftliche Ueberlandbahn: Karte aus Prospekt für die Teilstrecke Basel-Kantonsgrenze bis Muttenz, 1919
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Prospekt Tramprojekt Basel-Kantonsgrenze bis Muttenz vom 29. Oktober  1919

Am 21. Februar 1920 wurde die Basellandschaftliche Ueberlandbahn AG (BUeB) gegründet. Am 21. Januar 1921 erfolgte die Eröffnung der einspurigen Strecke St. Jakob – Muttenz und am 20. Oktober 1922 die Eröffnung der einspurigen Verlängerung von Muttenz nach Pratteln. Über die Eröffnung der Strecke St. Jakob - Muttenz schrieb das Sonntagsblatt Nr. 34 der «Basler Nachrichten» am 23. Januar 1921: «Die Gemeinde Muttenz freute sich am Freitag der Erfüllung eines seit Jahren gehegten Wunsches; sie empfing die ersten blumenbekränzten Strassenbahnwagen in ihren Mauern. Als einzige Ortschaft in Basels nächster Umgebung war bisher Muttenz bis gestern ohne Tramanschluss; es schien beinahe, als ob das vom Naturschutzbund gehegte Birsuferidyll mit seinen Erlen und Nachtigallen diese städtische Ausstrahlung mit einem Zauberbann behindere.» Ebenfalls in der gleichen Zeitung ist zu lesen: «Am romantischen Abhang des Wartenbergs können noch viele Leute, denen die Stadtluft zu schwül wird, ihren Wohnsitz nehmen…», was zum Ausdruck bringt, dass die Gemeinde allerlei Hoffnung in den Tramanschluss von Muttenz setzte. Die Tramlinie überquerte von St. Jakob her die Birs auf einer schmalen Eisenbogenbrücke. Dann führte die Strecke entlang der Kantonsstrasse zur Ausweichstelle Freidorf, von wo sie weiter der Kantonsstrasse und der Tramstrasse entlang nach Muttenz Dorf führte. Offenbar fuhren anfänglich die Trampassagiere aus Muttenz aus Kostengründen meist nur bis zum Zeughaus und legten den Rest des Weges in die Stadt zu Fuss zurück.

Übersicht der Inbetriebnahme der Linienabschnitte

1. April 1916 Neue Linie Hardstrasse - Zeughaus
ab 19. August 1916 Linie verlängert bis St. Jakob. 12 Minuten-Betrieb
22. Januar 1921

wird bis Muttenz gefahren. In den Hauptverkehrszeiten alle 12 Minuten, sonst alle 24 Minuten.

Route: Wiesenplatz - Johanniterbrücke - Marktplatz - Barfüsserplatz - Aeschenplatz - St. Jakob - Freidorf - Muttenz. Bis Zeughaus immer im 12 Minuten-Betrieb. Auf Anordnung an Sonntagen eine Linie Riehen-Muttez in Betrieb.

20. Oktober 1922

Linie nach Pratteln geführt. Alle 24 Minuten nach Pratteln. Gleizeitig Inbetriebnahme der Doppelspur St. Jakob-Birsfelderstrassse
Nach Muttenz fuhr die Linie 12, nach Pratteln die neue Linie 14.

19. November 1931 Aufnahme doppelspuriger Betrieb bis Muttenz
3. Februar 1951 Neue Linie durch Hölebachgraben zwischen Schänzli und Käppeli wegen Verbreiterung der Kantonsstrasse
8. Oktober 1951 Inbetriebsetzung Doppelspur bis Pratteln.

Quelle: BVB, 1975

 

 

Zwischen 1921 und 1951 überquerten Tram und Kantonsstrasse die Birs auf einer schmalen Eisenbogenbrücke. Seither benützen beide Verkehrsträger separate, breite Betonbrücken.
aus: Muttenz zu Beginn des neuen Jahrtausends, S. 159, Claude Jeanmarie, Die Entwicklung der Basler Strassen- und Überlandbahnen, Basel 1969: S. 159
  Einspurige Linienführung an der St. Jakobs-Strasse beim Freidorf 1921.
Bild: Museen Muttenz
  Die einspurige Linie auf der Kantonstrasse auf Höhe Beton Christen
Bild: Museen Muttenz
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