Zu Beginn des 20. Jh. erfolgte eine Güterzusammenlegung mit einer Neuanlage des Wegnetzes für die Landwirtschaft. Industrialisierung und Bevölkerungswachstum führten entlang dieser Strassen zu ungeregeltem Bau von Einfamilienhäusern.

An der Landesausstellung 1939 wurde Muttenz als abschreckendes Beispiel für eine zügellose Zersiedlung dargestellt.

Die rasante Entwicklung von Bevölkerung und Wirtschaft 1950–70 führte zu einem Bauboom. Muttenz zog viele Städter an, die im Grünen ihren Eigenheimtraum verwirklichen konnten. Grosse Gebiete wurden mit Einfamilienhäusern überbaut. Um den Mehrfamilienhausbau zu fördern, griff die Gemeinde zum raumplanerischen Mittel der Gesamtüberbauung resp. des Quartierplans (z.B. 17: Stadttore:Kilchmatt).

Zonenplanungen 1954, 1965 und 1974 versuchten die Bebauung in geordnete Bahnen zu lenken. Erfolgreich verlief die Planung im Ortskern, wo die historische Bausubstanz erhalten blieb, wofür Muttenz 1983 den Wakkerpreis erhielt.

Heute ist die Bauzone von Muttenz beinahe vollständig bebaut. Die Planung versucht mit einer Siedlungsverdichtung dem steigenden Flächenbedarf zu genügen (z.B. Stettbrunnen).