1836 fand C. C. F. Glenck beim Roten Haus auf Muttenzer Bann in einer Bohrtiefe von 107 m Salz.

Die Firma Saline Schweizerhalle entstand in der Folge auf Pratteler Boden (Hall = keltisch: Salz). 1918 wurde das Rothausgut an die Firma J.R. Geigy verkauft. J.R. Geigy (1937) und Sandoz (1946) bauten dort ihre chemischen Fabriken. Am Anfang der Entwicklung der Chemischen Industrie stand die Farbindustrie. In der Folge veränderte sich die Produktion und Forschung zu Pharmazeutika, Pflanzenschutz- und Düngemitteln und schliesslich zu
Life-Sciences.

Ciba und Geigy fusionierten 1970 zu Ciba-Geigy. Die nachfolgende Mammutfusion von Ciba-Geigy und Sandoz zu Novartis (1996) führte zu Ausgliederungen bzw. Neugründungen von Chemiefirmen wie Syngenta, Ciba, Clariant und Sandoz (Generika-Herstellung unter Verwendung des alten Namens).

Traurige Berühmtheit erlangte Schweizerhalle im Jahre 1986, als am 1. November ein Grossbrand beim Chemiekonzern Sandoz entstand. Die Bevölkerung wurde frühmorgens mit einem Sirenenalarm geweckt. Personen erlitten keine Schäden. Jedoch verseuchte Löschwasser den Rhein und löste ein grosses Fischsterben aus.