Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gibt uns das Kirchenbuch erstmals Kunde von einem Wirt namens Niklaus Brüderlin, denn in seiner Wirtsbehausung wurde anno 1601 Gericht gehalten durch das Dorfgericht.  Die in Frage kommende Wirtschaft betrifft das heutige Gasthaus zum Rössli, welches man als älteste Tavernenwirtschaft von Muttenz bezeichnen kann.

«Um die Wemde des 16./17. Jahrhunderts gibt uns das Kirchenbuch erstmals Kunde von einem Wirt, namens Niklaus Brüderlin. In seiner Wirtsbehausung wurde anno 1601, durch das Dorfgericht unter dem Vorsitz des Obervogtes vom Schloss Münchenstein, Samuel Übelin, unter Mitwirkung de Untervogtes Lienhart Ürbin und des Kirchmeyers Heinrich Pfirter, Gericht gehalten. Die hier in Frage stehende Wirtsbehausung betrifft ohne Zweifel das heutige Gasthaus zum Rössli, wleches als die älteste Tavernenwirtschaft von Muttenz anzusehen ist.
Als Nachfolger, d.h. im Jahre 1625 erscheint als Gastgeber Arbogast Dietler. Er war seit Ende März 1625 verehelicht mit Maria Seiler, beide von Muttenz.»

Aufzeichnungen von Jakob Eglins über die Gasthäuser in Muttenz

«Die beiden Gasthäuser, das «Rössli» (jetziger Besitzer: Herr Friedrich Schorr, Sohn) und der «Schlüssel» (jetziger Besitzer: Herr Martin Dill) werden von den Baslern auf ihren Ausflügen und Spazierfahrten fleissig besucht, und es empfehlen sich die beiden Gastgeber besonders durch ihre guten, reingehaltenen Weine,so durch freundliche, billige Bedienung Jedermann aufs Beste. Nebst diesen beiden Tavernen bestehen noch drei Pinten und eine Speisenwirtschaft.»

Heimatkunde Muttenz 1863, S. 42, Muttenzer Schriften 1

Es folgen die Muttenzer Wirtschaften in alphabetischer Reihenfolge - unterschieden in

Verschwundene / aufgegebene Gaststätten und 

Gaststätten in Betrieb