1. Anno 1819, im März, hat Herr alt Regierungsrath Joh. Mesmer u. dessen Ehefrau Magdalena geb. Ramstein von Muttenz, die Liegenschaft, bestehend in einem Gasthof, genannt zum Schüssel, an einer Gant gekauft, theils von Lukas Schmid u. Jk. Tschudin.
    Die Grundfläche bestand damals aus einem Gasthof, genannt zum Schlüssel, sowie Scheuer, Stallungen, Schopf, Tanzsaal, Schlacht-u. Waschhaus. Der Kaufpreis betrug damals Fr. 18’000.-.
  2. 1862 kaufte Martin Dill-Stohler von Pratteln den Gasthof (siehe Kaufverträge Schlüssel)
  3. 1864 ging die Liegenschaft zum Schlüssel von Martin Dill an Gemeinderat Johannes Seiler und dessen Ehefrau Maria Verena geb. Hanhard, von Muttenz, zum Preise von Fr. 26'000.-.(siehe Kaufverträge Schlüssel)
  4. Durch amtliche Gütergant im Jahre 1866, ging die Liegenschaft von Johannes SeiIer- Hanhard an Gemeinderat Johannes Meyer und dessen Ehefrau Maria geb. Laubscher. (siehe Kaufverträge Schlüssel)
  5. 1873 verkaufte Johannes Meyer - Laubscher die Liegenschaft wieder an Jacob Glinz, Bäcker, von und in Muttenz zum Preise von Fr. 25‘000.- (Kaufvertrag No. 1904 vom November 1875).
  6. 1875 ging die Liegenschaft zum SchlüsseI von Jakob Glinz über an Johannes Glinz - Schwarz, von und wohnhaft in Mutternz. Der Kaufpreis beträgt Fr. 15'000.-. (siehe Kaufverträge Schlüssel)
    Nicht mitverkauft wurde aber das Haus Sekt. A No. 198/199 mit 2° 24' Hausplatz mit Gebäulichkeit als Spezereiladen und Bäckerei, welche Jakob Glinz erst am 12. September 1906 an einen Gilgian Oester-Allenbach von Frutigen, verkaufte (Kaufvertrag No. 1960). Als besondere Bedingungen sind aufgeführt:
    Der Verkäufer erhä1t sich folgende Rechte an der verkauften Gebäulichkeit vor:
    1. ungehinderte Benützung des Abtrittes im ersten Stock im sog. SchlüsseI, durch den Gang aus dem Laden in die verkaufte Gebäulichkeit.
    2. Benützung eines Schweinestalles in dieser verkauften Gebäulichkeit bis zum Absterben des Verkäufers.
    3. Benützung des Waschhauses zum Bauchen (= mit Lauge waschen; in Holzaschenlauge einweichen) und zur Aufbewahrung von sonstigen Gegenständen.
    4. Soll die Zimmerthür aus der verkauften Gebäulichkeit im untern Boden in diejenige des Verkäufers im Gang zu jeder Zeit erschlossen sein, und kann unter Umständen gänzlich zugemacht werden.
  7. Durch freiwillige Gütergant vom 17. Februar 1900 ging die Liegenschaft zum Schlüssel von den Erben Glinz - Schwarz über an Fritz Ramstein - Wagner in Muttenz, zum Preise von Fr. 18’000.-.
  8. Bereits zwei Wochen später, am 6. März 1900, wurde die Liegenschaft zum Preise von Fr. 18’750.- weiterverkauft an ein Consortium Aebin u.Consorten (Jacob Aebin-Bay, zum Hof in Muttenz, Georg Pfirter-Hammel, Wirt zur Waage, und Emil Ramstein - Plattner, Wirt zum Rebstock). Dieses Consortium verkaufte neun Monate später die Liegenschaft, zum Preis von Fr. 30’000.- (!) an Albert Börlin-Schwörer (am 2. Dezember 1900).
  9. Sechs Monate darauf, am 15. Juli 1901, verkaufte Albert Börlin - Schwörer die Liegenschaft an Johann Jauslin - Heid in Muttenz, zum Preise von Fr. 33’000.-
  10. 1910 geht der Schlüssel von Johann Jauslin - Heid über an seinen Schwiegersohn Georg Lavater - Jauslin, zum Preise von Fr. 39'000.- (Kaufvertrag vom 12. Dezember 1910).
  11. Georg Lavater - Jauslin verkaufte 1925 die Liegenschaft zum Schlüssel an Hermann Bächtlin-Braun, von Wyhlen (Baden) in Muttenz zum Preis von Fr. 62'000.- (15. Dezember 1925).
  12. 1928, nur drei Jahre später, verkaufte Hermann Bächtlin-Braun die Liegenschaft an Adele Fischer, von Fahrwangen und Emmy Reinbold, von Freiamt (Baden), beide in Basel, für Fr. 95'000.-. (5. Juli 1928)
  13. 1929, ein Jahr später, verkaufen Adele Fischer und Emmy Reinbold die Liegenschaft an Ernst Kinzel – Stalder, von Oberschönmatten (Hessen Deutschland) in Birsfelden zum Preis von Fr. 115'000.-. (30. November 1929)
    In den Jahren 1930/31 lässt Ernst Kinzel das Oekonomiegebäude an der Burggasse in Wohnungen umbauen.
  14. Durch amtliche Gant vom 16. Juni 1939 geht die Schlüssel-Liegenschaft an Georg Kinzel - Thommen, Baumeister in Basel, zum Preise von Fr. 110’000.-.
  15. 1970 geht die Liegenschaft durch einen Schenkungsvertrag von Georg Kinzel - Hecker (vorher K. Thommen) an Johann Kinzel - Sievi (Sohn v. G. Kinzel - Thommen) über (29. Okt. 1970).
  16. 1979, nach dem Tode von Johann Kinzel – Sievi, verkauft dessen Witwe Hedwig die Liegenschaft zum Schlüssel an die Einwohnergemeinde Muttenz (22. Mai 1979).
  17. Am 24. August 1983 geht die Liegenschaft in den Besitz der Bürgergemeinde Muttenz über, welche die Gebäulichkeiten einer totalen Renovation unterzieht.

nach Traugott Schenk (Muttenz , den 31. Januar 1986)

 

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