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Burggasse 34: Kindererholungsheim

Kinderheim Burggasse 34

Inhaberinnen dieses Kinderheims waren Frau E. Hodel-Jauslin & Fräulein S. Jauslin.
Museen Muttenz, Lizenzbedingungen CC BY-NC-SA 4.0

Der Basler Architekt Wilhelm Bernoulli-Vischer baute 1907 neben der Pension Wartenberg für Elise Hodel-Jauslin ein von ihr geplantes Kinderheim. Das stattliche, zweigeschossige Wohnhaus mit Krüppelwalmdach lag in erhöhter Lage und bildete zusammen mit der Pension Wartenberg einen deutlichen Akzent über dem Dorf. Die äusserst reiche, ebenfalls vom Architekten entworfene Ausstattung galt als Zeugnis für die damals propagierte Aufwertung des Kunstgewerbes. Die Innenräume wurden allerdings später umgebaut. Der Garten bestand aus Rasen und hochstämmigen Bäumen. Inhaberinnen dieses Kinderheims (Erholungsheim auf Schild) waren Frau E. Hodel-Jauslin und Fräulein S. Jauslin. Das Gebäude wurde 2007 abgerissen. 

Im Bauinventar Muttenz (2006) als schützenswertes Objekt bezeichnet.

«Wilhelm Bernoulli-Vischer baute 1907 für Elise Hodel-Jauslin ein stattliches, zweigeschossiges Wohnhaus mit Kehrgiebel und ausgebautem Krüppelwalmdach in erhöhter Lage. Durch das abfallende Gelände ist das Untergeschoss mit Flachbogentüre und Flachbogenfenster auf der Nordwestseite sichtbar. Über dem Erker befindet sich eine geschützte Holzlaube. Drei Fenster sind heute ungesprosst. In der Mittelachse der Nordostseite (Burggasse) befinden sich zwei schmale Rechteckfenster und eine Gaube. Auf der Südostseite sind die Fenster im Erd- und ersten Obergeschoss erneuert worden. Eine verglaste Veranda mit darüber liegendem Balkon fügt sich an den Annexbau an. Die Stirnseite Südwest ist symmetrisch gegliedert.
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Das herrschaftliche Wohnhaus mit ausgebautem Krüppelwalmdach liegt in erhöhter Lage und bildet einen Akzent im Heimatstil. Mit original erhaltenen Veranden, Holzbalkonen und Dachgauben ist der Baukörper allseitig aufgebrochen. Jede Fassade erhält so ihre individuelle, einmalige Gestalt. Die äusserst reiche, vom Basler Architekt Wilhelm Bernoulli-Vischer entworfene Ausstattung gilt als Zeugnis für die damals propagierte Aufwertung des Kunstgewerbes zur Dekorationskunst. Die Innenräume wurden später umgebaut und purifiziert. Die ursprünglich fein gesprossten Fenster sind durch ungesprosste einflügelige Fenster ersetzt worden. Der Garten besteht aus Rasen und hochstämmigen Bäumen.»

Das Haus wurde 2007 abgerissen.