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Bahnhof-Restaurant, Wirtschaft zur Station, Bahnhof-Restauration

Bahnhofstrasse 60

Erstmals wird die Wirtschaft zur Station 1876 erwähnt, als das Ehepaar Aebin-Bay die Wirtschaft für Fr. 10‘500.- verkauft. Mit der Zunahme des Bahnverkehrs wächst auch der Besuch der Wirtschaft. Sie ändert ihren Namen von Wirtschaft zur Station zu Bahnhofrestauration und Restaurant zum Bahnhof, Fotos zeugen von einer florierenden Gartenwirtschaft.

Bahnhof Restauration um 1900, Personen: Pierrehumbert, Rud. Honegger, Baumann; auf Wagen: Robert Leupin; Wirt: Hans Wächter

Bahnhof Restauration um 1900, Personen: Pierrehumbert, Rud. Honegger, Baumann; auf Wagen: Robert Leupin; Wirt: Hans Wächter
Museen Muttenz, Lizenzbedingungen CC BY-NC-SA 4.0

In der Zeit von 1893-96, Entwurf für Wirtshausschild von Karl Jauslin, Rudolf Heimers war in dieser Zeit Wirt

In der Zeit von 1893-96, Entwurf für Wirtshausschild von Karl Jauslin, Rudolf Heimers war in dieser Zeit Wirt
Museen Muttenz, Lizenzbedingungen CC BY-NC-SA 4.0

Wirtshausreklame 1896 von Karl Jauslin, Wirt war J. Wächter-Müller

Wirtshausreklame 1896 von Karl Jauslin, Wirt war J. Wächter-Müller
Museen Muttenz, Lizenzbedingungen CC BY-NC-SA 4.0

Gartenwirtschaft des Restaurant Bahnhof nach 1905, Ausschnitt aus Postkarte

Gartenwirtschaft des Restaurant Bahnhof nach 1905, Ausschnitt aus Postkarte
Museen Muttenz, Lizenzbedingungen CC BY-NC-SA 4.0

Muttenz Station, rechts Gartenwirtschaft, im Hintergrund Bahnübergang mit Barriere, 12.10.1909

Muttenz Station, rechts Gartenwirtschaft, im Hintergrund Bahnübergang mit Barriere, 12.10.1909
Hier führte der Fussweg der Pendler durch den Hardwald zur Fähre nach Grenzach.
STABL, VR 3317

Restaurant Bahnhof um 1920

Restaurant Bahnhof um 1920
Museen Muttenz, Lizenzbedingungen CC BY-NC-SA 4.0

ohne Angaben

Ohne Angaben
Museen Muttenz, Lizenzbedingungen CC BY-NC-SA 4.0

Flugbild 18.9.1924 (Ausschnitt)

Flugbild 18.9.1924 (Ausschnitt)
ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz / Fotograf: Mittelholzer, Walter / LBS_MH03-0651 / Public Domain Mark 

1967

1967
Fotograf Hans Imbeck-Kobi, Muttenz, Museen Muttenz, Lizenzbedingungen CC BY-NC-SA 4.0

28.3.1978

28.3.1978
Museen Muttenz, Lizenzbedingungen CC BY-NC-SA 4.0

2019, Wohnhaus und Nelson Pub, Gebaut 1982–84

2019, Wohnhaus und Nelson Pub, Gebaut 1982–84
Foto Hanspeter Meier


 

 

 

 

 

 

 

Erinnerungen von damals

In den Erinnerungen 1875 - 1945 von Johannes Iseln ist zu lesen

 (S. 10):

Es war damals im Schwung, jeweilen den Stationsvorstand zu einem Schoppen einzuladen, wenn man auf der Station geschäftlich etwas zu thun hatte. Kam z.B. ein Güterzug zu früh auf der Station an, so fand sich auch noch das Zugspersonal, welches den Vorstand behufs Ausfüllung der Wartezeit mit in die Restauration zog…

(S. 42):

An der Hard, in einer Entfernung von annähernd 600 Meter vom Unterdorfende befand sich die Station der Centralbahn, mein Geburtshaus nebst der üblichen Stationswirtschaft.


In der Chronik 1904- 1912 von Pfarrer Johann Jakob Obrecht ist zu lesen (S. 63):

Dienstag, den 22. Januar 1907:
Immer mehr übernimmt einem der Eindruck, dass die Gemeinde allmählig in andere Verhaltnisse hineinsteure, und das Eigenartige ist, dass das Gefürchtete oder Gehoffte Einfluss übt, ehe es wirklich da ist, ja ehe man eigentlichweiss,ob es wirklich kommt. So bewegt der noch in den Aktenmappen spukende Tram vielfach die Gemüter, und vielleicht ist ein Zusammenhang mit ihm auch zu prätendieren bei dem Verkauf der Bahnhofrestauration, die von Herrn Wälterlin-Plattner an Herrn J. Gradt, d. Z. Wirt in Basel, verkauft worden ist. Schon hofft man ja, durch den Tram werde der Personenverkehr im Dorfe festgehalten und von der Eisenbahnstation abgezogen! 

 


 

 

 

 

 

 

 

Chronik

24.8.1876 J. und Maria Aebin-Bay verkaufen die Wirtschaft zur Station für 10'500 Fr. an Jakob Hauser-Gysin
17.12.1877 Hauser Station
1878 Hauser, Wirt zur Station wird auf Ersuchen hin für 1878 ein Patent IV. Klasse (Pintenwirtschaft) erteilt, Gebühr: 200 Fr., statt 300).
1887 Das Gebiet um die Station der sich immer mehr entwickelnden Zentralbahn war eine verlockende Gegend zur Ansiedlung von Industriebetrieben. Obwohl der Gemeinde eine Angliederung von Fabrikbertrieben an unsere typische Bauerngemeinde wiederholt als unerwünscht bezeichnete, erstelllte man zum Trotz anno 1887 die "Dachpappi". Es war dies der Grundstein zum ersten Muttenzer Industriegebiet, auf dem später eine Möbelfabrik, eine Sauerkrautfabrik, eine Farben- und Lackfabrik und eine Holzwollefabrik folgten. Das Ganze wurde mit dem Bau der Stationsstrasse erschlossen und die Wirtschaft "zur Station" mit einer weiteren — unter dem wohlklingendem Namen 'Zum Rosengarten" — ergänzt. - 100 Jahre Feuerwehr S.34
1893 Heimers Rudolf
1896 Wächter Müller
1897 Wälterlin-Plattner Eduard
1905 Wälterlin-Plattner, Wirt auf der Station (Obrecht S. 46)
1908 Gradt-Dossmann Jacques
1929 Wirtschaftspatent Gesuche für 1929 GRP vom 3.10.1928 Nr. 1746 Bahnhof Jakob Gradt-Winkler
12.9.1930 RR bewilligt die Uebertragung des Wirtschaftspatentes von Karl Bischoff-Wyss an K. Stäuble-Graber für das Restaurant zum Bahnhof, unter der Bedinung, dass das auf K.BW lautende Patent dahinfällt.
9.12.1941 RR gibt Bahnhof auf den 1,1 .1942 an Albert Kunz-Gradt * 1998, v Grafenried/BE, Bäcker, Schwiegersohn des bisherigen Inhabers J.Gradt-Trinkler,
1982-84 Neslon Pub und Wohnhaus wird gebaut