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Erinnerungen von damals

In den Erinnerungen 1875 - 1945 von Pfarrer Johannes Iseln ist zu lesen

 (S. 10):

Es war damals im Schwung, jeweilen den Stationsvorstand zu einem Schoppen einzuladen, wenn man auf der Station geschäftlich etwas zu thun hatte. Kam z.B. ein Güterzug zu früh auf der Station an, so fand sich auch noch das Zugspersonal, welches den Vorstand behufs Ausfüllung der Wartezeit mit in die Restauration zog…

(S. 42):

An der Hard, in einer Entfernung von annähernd 600 Meter vom Unterdorfende befand sich die Station der Centralbahn, mein Geburtshaus nebst der üblichen Stationswirtschaft.


In der Chronik 1904- 1912 von Pfarrer Johann Jakob Obrecht ist zu lesen (S. 63):

Dienstag, den 22. Januar 1907:
Immer mehr übernimmt einem der Eindruck, dass die Gemeinde allmählig in andere Verhaltnisse hineinsteure, und das Eigenartige ist, dass das Gefürchtete oder Gehoffte Einfluss übt, ehe es wirklich da ist, ja ehe man eigentlichweiss,ob es wirklich kommt. So bewegt der noch in den Aktenmappen spukende Tram vielfach die Gemüter, und vielleicht ist ein Zusammenhang mit ihm auch zu prätendieren bei dem Verkauf der Bahnhofrestauration, die von Herrn Wälterlin-Plattner an Herrn J. Gradt, d. Z. Wirt in Basel, verkauft worden ist. Schon hofft man ja, durch den Tram werde der Personenverkehr im Dorfe festgehalten und von der Eisenbahnstation abgezogen!