Zurzeit stehen für die Entsorgung von Sonderabfällen verschiedene Methoden zur Verfügung, wie beispielsweise physikalisch-chemische, biologische oder thermische Verfahren. Die Möglichkeiten der Energie- und Materialrückgewinnung werden bereits heute durch die kritische Beurteilung der einzelnen Verfahren in Betracht gezogen und müssen vor allem in Zukunft an Bedeutung gewinnen.

Der PLASMOX"'-Prozess ist unter die thermischen Verfahren einzureihen. Aber im Gegensatz zu den bekannten Verbrennungsprozessen werden hier die Sonderabfälle durch speziell entwickelte Plasmabrenner zerstört. Die Plasmaanlagen sind keine Öfen im herkömmlichen Sinn; es sind vielmehr geschlossene Kaltwandsysteme, die sich beliebig ein- und ausschalten lassen. Die hohen Temperaturen im Plasmalichtbogen - sie liegen je nach Plasmagas im Bereich von 10000 °C bis 20000 °C - sowie auch des-sen hohe Energiedichte garantieren eine wirkungsvolle Zerstörung der Sonderabfälle. Das hohe Energiepotential wird zudem über eine nachfolgende Kraft-Wärme-Kopplung genutzt und als Prozessenergie zurückgeführt. Die Beschickung erfolgt chargenweise mit 200 Liter Normfässern. Die Gebinde werden dabei mit zerstört; eine Nachreinigung entfällt. Flüssige und pastetrse Sonderabfälle können auch direkt über eine Dickstoff-pumpe eingeschleust werden. Die Abfälle werden dann in einer Zentrifuge durch die Plasma-Brenner zerstört. Es bildet sich dabei eine Schmelze aus, in der die Schwermetalle eingebunden sind. Von Zeit zu Zeit wird die Schmelze abgelassen und erstarrt zu einer endlagerfähigen, die Umwelt nicht mehr belastenden Schlacke. Da der Zerstörungsprozess unter Luftausschluss geschieht, entsteht ein relativ kleines Abgasvolumen. Diese sogenannten Pyrolysegase werden in einer zweiten Kammer durch Sauerstoff oxidiert und anschliessend in einer mehrstufigen Abgasreinigung und Entstickungsanlage nachbehandelt.
Mit Hilfe von mittleren, dezentralen Plasmaanlagen, mit einer Leistung von ca. 8000 Tonnen pro Jahr, soll einerseits der Sonderabfall dort umweltschonend entsorgt werden, wo er produziert wird, andererseits sollen aber auch die Altlasten der letzten 50 Jahre gezielt angegangen werden.

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Moser-Glaser war früher ein Vorzeigeunternehmen, welches sich aus der Produktion von Transformatoren zu einem Hightech-Unternehmen entwickelte. Noch 1990 wurde ein Plasma-Ofen zur Verbrennung toxischer Abfälle gebaut. 2003 ging die Firma in Nachlassliquidation über. Auf diesem Areal wurde im Rahmen des Projektes Polyfeld die neue FHNW gebaut. Polyfeld: FHNW - Fachhochschule Nordwestschweiz

Flugbild Moser-Glaser, 16.10.1964
Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Comet Photo AG (Zürich) / Com_F64-04244 / CC BY-SA 4.0, Ausschnitt

Flugbild Moser-Glaser, 1979
ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf:innen: Vogt, Jules / Com_FC03-4132-010 / CC BY-SA 4.0

Blick auf Moser-Glaser, 26.2.2008
Foto: Heimatkunde Muttenz, Thomas Jäggli

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor dem Abriss

 
alle Bilder vom 7.8.2010 Fotos Hanspeter Meier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


nach dem Abriss  
alle Bilder vom 23.3.2011 Fotos Hanspeter Meier

 
Baugrube, 10.05.2015
Foto Hanspeter Meier
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Bau der FHNW

Die FHNW von der Grenzacherbrücke aus.
Im Vordergrund das SBB Unterwerk Muttenz, welches zwischen den Parkanlagen der FHNW und den Geleisen liegt. Im Bild ist auch die Bahnstromleitung Muttenz-Haltingen sichtbar, welche die Unterwerke der SBB in Muttenz und der DB Energie in Haltingen (DE) verbindet.
Parkanlagen

Fotos:Hanspeter Meier, 16.6.2020

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lehrlingsausbildung bei Moser-Glaser 1948
Lehrlingsausbildung Moser-Glaser
11.2.1948
Archäologie und Museum Baselland,
Lizenzbedingungen CC BY-SA 4.0
Elektrozeichner Moser-Glaser
11.2.1948
Archäologie und Museum Baselland,
Lizenzbedingungen CC BY-SA 4.0
 
Elektromechaniker Moser-Glaser
11.2.1948
Archäologie und Museum Baselland,
Lizenzbedingungen CC BY-SA 4.0
 

 

1914 19. März 1914. Gründungsdatum Moser-Glaser & Co., Standort Basel mit Entwicklung und Produktion von Kleintransformatoren.
1921
Geburtsjahr und erste Lieferung der neu entwickelten 8 und 15 kV Leistungstransformatoren.
1922
Erste Lieferung trocken-isolierter Messwandler für Innenraum-Aufstellung an die SBB, 15 kV & 66 kV.
1939
2. Mai 1939. Gründung einer Aktiengesellschaft und Umbenennung in Moser-Glaser & Co. AG.
1944
Entwicklung von Porzellan-isolierten Spannungswandlern.
1946 Eintrag ins Handelsregister: 09.12.1946, Moser-Glaser & Co AG mit Sitz in Muttenz
 
1946
20. Dezember 1946. Umzug von Basel in das neu errichtete Werk in Muttenz.
1947
Durchbruch in der Isolationstechnologie: Weltweit erste Lieferung von 20 kV-giessharzisolierten Messwandlern, SILESCA®, komplette Eigenentwicklung von MGC. Herstellung von 500 kV & 1000 kV Prüftransformatoren und 380 kV- Oel- isolierten Spannungswandlern.
1989 75. Firmenjubiläum
1989 Gründung der MGC-Plasma AG mit Sitz in Muttenz
1990 Plasma-Ofen
1999 Grüdung der MGC Moser-Glaser AG mit Sitz in Kaiseraugst http://www.mgc.ch
2000 Nachlassstundung
2001 Löschung der Moser-Glaser & Co AG mit Sitz in Muttenz im Handelsregister
2008 Löschung von MGC-Plasma AG im Handelsregister

 

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