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Nach Basler Vorbild ?

Die Muttenzer Mittwochgesellschaft dürfte sich die in Basel von Professor Christian Friedrich Schönbein (1799-1868) gegründete Mittwochgesellschaft zum Vorbild genommen haben. In dieser hatten sich Angehörige der Universität und der Bürgerschaft in zwangloser Form vereinigt, um die Beziehung zwischen Hochschule und Stadt enger zu verknüpfen. 9 Schönbein war ein damals berühmter Physiker, erhielt 1840 das Ehrenbürgerrecht der Stadt Basel. Und sogar eine Strasse ist nach ihm benannt. Die Basler Mittwochgesellschaft könnte als eine Vorläuferin der heutigen Clubs bezeichnet werden, in welchen Angehörige verschiedener Berufe zusammenkommen. In den konsultierten Schriften über Schönbein war über diese Mittwochgesellschaft leider nichts zu finden. Auch andere (vermuteten) Quellen kamen nicht zum fliessen. Die Annahme, dass sich Muttenzer die Basler Gesellschaft zum Vorbild genommen haben, stützt sich allein auf die Zusammensetzung der Muttenzer Gesellschaft: Akademiker und Mittelständler, wie die Personalien der oben genannten Mitglieder zeigen, Männer, welche im damaligen Bauerndorf mit 2500 Seelen eine gewisse Geltung hatten. Erstaunlicherweise erwähnt Johann Iselin in seinen Erinnerungen die Mittwochgesellschaft nicht.

Es wird dies aber verständlich, wenn man liest, dass er sich um die Jahrhundertwende mit familiären Problemen befassen musste und dass sein (abgebildeter) Vater Ende 1899 an Magenkrebs erkrankte und nach einer kaum hoffnungsvollen Operation am 5. Juli 1900 gestorben ist.

Auch in der «Chronik von Muttenz 1904-1912» 8 von Pfarrer Johann Jakob Obrecht ist die Mittwochgesellschaft nicht zu finden, so dass anzunehmen ist, dass sie im Muttenzer Gesellschaftsleben nur eine kurze, aber nicht uninteressante Rolle gespielt hat.