Die Comar Chemie AG stellt im Infrapark Baselland Chemikalien für Kautschuk her. Der neue Standort hat sich gegen vier Konkurrenz-Standorte behaupten können.

".... An der Pressekonferenz zur Eröffnung von Comar Chemie liessen sie durchblicken, dass ihr Entscheid für den Standort Muttenz nicht zuletzt auch dadurch beeinflusst wurde, dass sie bei Kantons- und Gemeindebehörden sowie bei der Wirtschaftsförderung BaselArea kurze Wege und kompetente Ansprechpartner vorgefunden hätten.

Entscheidend war jedoch, dass die Infrapark Baselland – dies ist die Clariant-Tochter, welche die frei werdende Flächen an Fremdfirmen vermietet – eine auf chemische Produktion und Forschung ausgerichtete Infrastruktur bereitgestellt. «Vorläufig mieten wir das Gebäude, später wollen wir es kaufen», erklärte Eichrodt. In den vergangenen Monaten investierte Comar 6 Millionen Franken in den Ausbau des Ostteils des mehrstöckigen Gebäudes mit 1200Quadratmeter Grundfläche. Der Westteil bleibt vorläufig ungenutzt als Reserve für die geplante spätere Expansion.

Im ersten Schritt will Comar in Muttenz Katalysatoren für die Produktion von künstlichem Kautschuk herstellen. Das Comar-Produkt sei erforderlich, um den Hochleistungskautschuk Nd-BR herzustellen, erläuterte Roland. Nd-BR ermögliche die Herstellung von Reifen mit geringerem Rollwiderstand und trage somit zur Senkung des CO2-Ausstosses bei. Im Kautschuk-Markt wachse einzig das Segment Nd-BR, und zwar mit rund 10Prozent jährlich. Für die Lieferung der Katalysatoren habe Comar einen langfristigen Vertrag mit dem führenden Nd-BR-Hersteller Lanxess.

Comar beginnt die Produktion in Muttenz mit sieben Personen und der Ausbildung einer ersten Schicht. Bis 2014 soll die Produktion auf die volle Kapazität hochgefahren werden, da Lanxess dann in Singapur ein grosses neues Werk in Betrieb nimmt. Dann werden rund 30 bis 35Personen auf den hoch automatisierten Anlagen in Muttenz rund 1000Tonnen der Spezial-Chemikalien auf der Basis seltener Erden herstellen.

Noch keine Aussage wollte Eichrodt zum zweiten Comar-Standbein, Nanopartikel-Chemikalien für Diesel-Katalysatoren, machen. Er schloss aber nicht aus, dass diese künftig auch in Muttenz hergestellt würden. Sein Fazit: «Unser Engagement an diesem Standort ist langfristig.»"

aus: Basellandschaftliche Zeitung, 12.06. 2012, von Daniel Haller

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