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Sanierung des Rothallenweihers abgeschlossen

«-on. —- In Absprache mit dem Kantonalen Amt für Naturschutz und Denkmalpflege und der Subkommission Landschaft der beratenden Natur- und Umweltschutzkommission hat der Bürgerrat im Laufe des Sommers den Rothallenweiher sanieren lassen. Die Einwohnergemeinde unterstützte dieses Vorhaben mit einem Beitrag von 20'000 Franken. Ziel dieser Aktion — die nicht unerwartet zu voreiligen und von wenig Sachkenntnis belasteten Protesten gegen die «Zerstörung eines Stücks unberührter Natur» geführt hat (auch wenn diese «unberührte Natur» vorwiegend aus Faulschlamm bestand) — war die Wiederherstellung des Rothallenweihers durch Ausräumen des Faulschlammes und Schaffung einer grösseren Lichtung um den Weiher. Damit sollte nicht zuletzt ein Lebensraum für Amphibien gesichert werden.

Im Frühsommer wurde das Wasser des Weihers, der weder einen natürlichen Zu- noch Ablauf hat, abgepumpt und unzählige Kubikmeter Schlamm ausgebaggert. Nach der gründlichen Reinigung der Senke — die weder eine Sagengestalt noch sonst etwas Spektakuläres ans Licht brachte —, der Abfuhr des inzwischen getrockneten Schlamms, der Errichtung einer Umzäunung und dem Einsammeln der an Ort und Stelle «entsorgten» Flaschen und anderen Abfällen, wurde vergangene Woche der Weiher mit Birswasser wieder aufgefüllt.


Mit grossem «Geschirr» wurde der Weiher ausgebaggert.

Dies geschah im Rahmen einer Zivilschutz-Übung an welcher unter der Leitung von Carlo Sisti, Dienstchef Transport, neun Mann beteiligt waren. Der Aufbau der Transportleitung von der Birs zum Rothallenweiher nahm inklusive Probeläufe eineinhalb Tage in Anspruch. Für die rund 1,5 km lange Strecke mussten nicht weniger als 180 75-mm-Rohre verlegt werden. Zur Überwindung der 120 Meter Höhendifferenz wurden zwei Motorpumpen zwischengeschaltet mit einer Leistung von 1400 Liter Wasser pro Minute. Die Pumpen wurden am Abend jeweils abgebaut und ausgewechselt, so dass schliesslich alle Zivilschutz-Motorpumpen einem Dauertest unterzogen werden konnten. Diese Übung erlaubte auch die Funktionstüchtigkeit des Rohr- und Schlauchmaterials zu überprüfen.


Die 75-mm-Leitung förderte 1400 Liter pro Minute.

Innert zwei Tagen wurden an die 8000 Kubikmeter Wasser in den Weiher gepumpt, dessen tiefste Stelle etwa fünf Meter unter dem Wasserspiegel liegt. Der Übungsleiter äusserte sich lobend über den tollen Einsatz seiner Mannen, und wir geben seinen Dank für das vorbildliche Verhalten gerne weiter. Der sanierte Rothallenweiher mit den umgebenden Bänken und Feuerstellen ist wieder zu einer idyllischen Oase im Muttenzer Bürgerwald geworden, zu welcher die echten Freunde der Natur Sorge tragen werden.»

Quelle: Muttenzer Anzeiger 11.11.1988