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Bis zum Ersten Weltkrieg gaben hauptsächlich die Alteingesessenen den Ton an, vor allem, wer Geld und Gut besass. Der Einfluss der Presse war nicht sehr gross, denn es existierte weder ein Muttenzer Anzeiger noch waren die Tageszeitungen sehr verbreitet im Dorf. Einfluss auf die Meinungsbildung hatten die Coiffeurgeschäfte, die Vereine und die Wirtschaften. Der Gasthof Rössli war die Stammburg der Freisinnigen, der Rebstock und die Waage galten als Treffpunkt der eingesessenen Muttenzer, während der Bären die Hochburg der Sozialdemokraten war und der Salmen von den eingefleischten Linksparteien besucht wurde.

Es standen sich hauptsächlich die Sozialdemokraten, die aus dem Grütliverein herausgewachsen waren, und die Freisinnigen gegenüber. So umfasste der Gemeinderat, der 1923 erstmals nach dem Proporz gewählt wurde, vier Sozialdemokraten und drei Freisinnige. Zwölf Jahre später gründete man eine Vereinigung der  Parteilosen. Es wurden zwei ihrer Mitglieder in den Gemeinderat gewählt. Fortan setzte sich der Gemeinderat aus drei Sozialdemokraten, zwei Freisinnigen und zwei Parteilosen zusammen.

In den folgenden Jahren kamen weitere Parteien dazu: Die Katholische Volkspartei, die Demokraten, die Evangelische Volkspartei, die Partei der Arbeit und die Nationale Aktion, IG Donnerbaum/Muttenz West und die SVP.

Die Sitzverteilungen im Gemeinderat wie auch in der Gemeindekommission zeigen im Laufe der letzten 40 Jahre relativ stabile Verhältnisse, vor allem was die Stärken der politischen Blöcke Links und Rechts betrifft. Bei der Einführung des Majorzwahlrechts für den Gemeinderat im Jahr 1996 gab es allerdings gewisse Schwankungen in der Verteilung. Auffällig in den letzten Jahren ist einzig eine gewisse Verlagerung innerhalb des bürgerlichen Blocks.

 

* Listenverbindung
** ein Sitz für einen Parteilosen
***Losentscheid zugunsten SP
**** T. Jourdan als Regierungsrat gewählt, Nachwahl, Sitz geht an SP

Die Gemeindekommission bestand bis 1971 aus 15 Mitgliedern, danach aus 21. Sie berät die Geschäfte der Gemeindeversammlung und stellt ihr Antrag. Sie ist zusammen mit dem Gemeinderat Wahlbehörde für die Bau- und Planungskommission, Kultur- und Sportkommission, Sicherheits- und Umweltkommission, Sozial- und Gesundheitskommission, das Wahlbüro und die Gemeindeangestellten IG Donnerbaum/West Ein Regierungsratsbeschluss zur Zusammenlegung von Schulklassen von Muttenz und Birsfelden führte 1982 zur Gründung der IG Donnerbaum/Muttenz West. Die Interessengemeinschaft wollte das Quartier politisch vertreten und eroberte 1984 einen Sitz in der Gemeindekommission, sowie bald darauf einen Sitz in der Schulpflege und weiteren Kommissionen. Bis 1996 war die IG Donnerbaum/Muttenz West politisch tätig, dann wurde der Verein mangels Interesse aufgelöst.

* Listenverbindungen,
Alte: Bezeichnungen: KV= Katholische Volkspartei, VPM = Vereinung der Parteilosen Muttenz, IGD/MW=IG Donnerbaum/Muttenz West, NA=Nationale Aktion

aus: Muttenz zu Beginn des neuen Jahrtausends, 2009, S. 305-307, Autor: Helen Liebendörfer und Hanspeter Meier