Der Hof wurde ab 1880 von Jakob Liechti-Ummel bewirtschaftet. In dieser Zeit stand die klassische Landwirtschaft im Zentrum: Milchwirtschaft, Ackerbau und Obstbau prägten den Alltag. Nach seinem Tod im Jahr 1931 übernahmen seine Geschwister Liechti – darunter die Mutter – den Betrieb als Pächter. Eigentümer des Hofs waren damals die Burkhardt-Häusler Erben aus Basel.
Bemerkenswert ist, dass auf dem Rütihardhof bis etwa 1940 keine Elektrizität vorhanden war. Die für die Erntearbeiten benötigte Dreschmaschine wurde daher mit einer Dampfmaschine betrieben (Foto).
Im Jahr 1942 wechselte der Hof den Eigentümer: Dr. W. Schiess aus Basel erwarb das Anwesen. Zu dieser Zeit war Fritz Liechti-Mani der Pächter. Die traditionelle landwirtschaftliche Nutzung – mit Fokus auf Milchvieh, Getreide und Obst – wurde weitergeführt, bis diese Bewirtschaftungsform 1963 eingestellt wurde.
Nach 1963 wurde der Rütihardhof zunehmend für andere Zwecke genutzt, insbesondere als Pferdepension. Die ruhige Lage am Waldrand, mit Blick zur Birs hin, bot ideale Bedingungen für die Haltung von Pferden.
Einschneidende Bedeutung hatte der Bau der 1982 eröffneten Autobahn T18.
Im Jahr 1994 übernahm Benjamin Schiess den Hof und bewirtschaftet seither rund 5 Hektar Land. Neben der Pferdehaltung betreibt er auch Schafhaltung mit Sömmerung, was bedeutet, dass die Tiere saisonal auf höher gelegene Weiden geführt werden.
